Out4Fame: Hiphop-Fans feiern in Hünxe Legenden und sich selbst

Hünxe : Hiphop-Fans feiern Legenden und sich selbst beim "Out4Fame"

Beim "Out4Fame"-Festival in Hünxe sind am Wochenende tausende Fans der Rap-Musik gekommen, um die Legenden des Genres zu sehen. Der Wu-Tang Clan, Busta Rhymes und zahlreiche andere Gruppen lieferten energiegeladene Auftritte und fanden Zeit für Selfies mit den Fans.

Für Amerikaner dürfte der Name "Hünxe" weder ein große Begriff, noch ein einfach auszusprechendes Wort sein. Auch anerkannte Wortakrobaten aus der Rap-Musik dürften über diesen Ortsnamen stolpern. Gekommen sind sie am Wochenende trotzdem. Weil einige der Gruppen auch in den USA schon länger keine großen Konzerte oder gar Festivals mehr gespielt hatten, war aus den Kommentaren der Medien und der Zuschauer in den sozialen Medien eine Mischung aus Vorfreude und Ehrerbietung zu lesen.

Einige Zuschauer waren etwas geschockt, wie etwa die Legende Busta Rhymes in den Jahren an Gewicht zugelegt hatte. Doch seine Stimme und seine Präsenz auf der Bühne hat er wohl behalten, wie die zahlreichen Bilder mit ihm und der jubelnden Menge in den sozialen Netzwerken Instagram und Twitter belegen.

Wie sehnsüchtig aber der Auftritt von Mobb Deep aus dem New Yorker Stadtteil Queens erwartet wurde und wie sehr sie ihren eigenen Auftritt inszenierten, lässt sich an einem verschwommenen Schwarzweißbild erkennen, das bei Instagram die Runde gemacht hat. Es zeigt deutlich die Stimmung, die vor der Bühne vorgeherrscht haben musste. Es sieht so aus wie einer dieser Momente, in dem sich die Bilder des aktuellen Auftritts mit dem Schein der glorreichen Vergangenenheit in den 1990er Jahren mischt. Die Zeit in der Rap aus New York noch düster war und die harten Texte eine dunkle Wand durchbrachen, die die Popszene von den bösen Buben aus Queens abtrennte.

Dass diese Grenzen mittlerweile nicht mehr bestehen zeigte auch das Line-Up, das mit zahlreichen deutschen Künstlern gespickt war. Rapper wie Eko Fresh zeigen, dass es eine Grenze zwischen Pop und Rap schon lange nicht mehr gibt. Und für die Fans, die hier ihre Eindrücke in Fotos und Videos festgehalten haben, wohl erst recht nicht.

(ac)