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Dinslaken: Ortsparteitag der FDP mit Vorstandswahlen ausgesetzt

Dinslaken : Ortsparteitag der FDP mit Vorstandswahlen ausgesetzt

Der FDP-Kreisvorstand kommt morgen zusammen und entscheidet über die Aufnahme-Anträge von Dinslakenern, die der Partei beitreten möchten. Unter anderem handelt es sich dabei um zwei ehemalige Mitglieder, die erneut aufgenommen werden wollen. Dagegen hat sich bereits der Parteivorsitzende Mirko Perkovic ausgesprochen. Denn nach seiner Ansicht gehe es den Antragstellern darum, die Aufstellung der Reserveliste für die Ratsperiode 2019-2024 zu beeinflussen. Diese beiden Antragsteller seien Familienangehörige von drei Mitgliedern des Dinslakener Ortsverbandes. Beide Bewerber seien bereits Mitglied der Dinslakener FDP gewesen und nach der Reservelistenwahl für die laufende Ratsperiode aus der Partei ausgetreten.

Der FDP-Vorstand sprach sich in seiner jüngsten Sitzung, die am Mittwoch der vergangenen Woche stattfand, gegen die Aufnahme der beiden Bewerber aus. Dieses Votum will Perkovic morgen dem Kreisvorstand mitteilen.

Ursprünglich war vorgesehen, dass am Mittwoch, 7. Februar, der nächste FDP-Ortsparteitag stattfindet. An diesem Tag sollten dann auch Vorstandswahlen abgehalten werden. Diese Versammlung ist nun verschoben worden. Wie Parteivorsitzender Mirko Perkovic sagte, findet nun am Dienstag, 6. Februar, ein Informationsparteitag mit Aussprache statt. Dann sollen die innerparteilichen Streitereien thematisiert werden. Der ursprünglich terminierte Ortsparteitag sei verschoben worden, da der Rechenschaftsbericht der Dinslakener FDP für das vergangene Jahr noch nicht geprüft worden sei, deshalb könne der Termin 7. Februar nicht eingehalten werden. FDP-Schatzmeister Philipp Jäger habe vom Kreisschatzmeister erfahren, dass es noch bis zu anderthalb Monate dauern könne, bis der Rechenschaftsbericht geprüft sei und zurückgeschickt werde. Daraufhin beschloss der FDP-Vorstand, den Ortsparteitag auszusetzen und einen neuen Termin unmittelbar festzulegen, nachdem der geprüfte Rechenschaftsbericht für 2017 vom Liberalen Parteiservice (LiPS) zurückgekommen ist.

In der Partei gibt es Kritik am Vorsitzenden Mirko Perkovic hinsichtlich eines Kassenfehlbetrages in Höhe von rund 5000 Euro im Jahre 2016. Diese Summe ist laut Aussage von Perkovic auf 2000 Euro reduziert worden. Entstanden sei der Fehlbetrag vor 2016, da Mitgliedsbeiträge nicht eingezogen worden seien. Um fällige Parteiabgaben bezahlen zu können, sei ein zinsloses Darlehen bei der Bundespartei aufgenommen worden.

(hsd)