„Öffentliche Ladesäule“ am Hünxer Rathaus ist noch nicht öffentlich

Hünxe : „Öffentliche Ladesäule“ am Hünxer Rathaus doch noch nicht öffentlich

In Zukunft soll jeder sein E-Auto an den Stromtankstellen laden können. Bisher gilt das aber nur für Fahrzeuge der Gemeinde.

Seit kurzem steht eine Strom-Ladesäule für Elektro-Autos vor dem Hünxer Rathaus. Sie ist öffentlich: Jeder soll sein Fahrzeug hier also aufladen können. Doch das, sagt Ulrich Lordick, SPD-Kreistagsmitglied aus Hünxe, sei derzeit kaum möglich. Weil die Gemeinde ihre drei E-Autos dort parke und die beiden Anschlüsse so blockiere.

Ihm sei aufgefallen, schreibt Lordick, „dass an dieser Ladesäule zum Dienstende im Rathaus zwei von diesen drei Elektroautos angeschlossen werden und dort stehen bleiben bis zum Dienstbeginn am nächsten Tag.“ Würden sie nicht gleich zu Dienstbeginn benötigt, belegten sie die Parkplätze auch schon mal bis zum Nachmittag. Besonders ärgerlich sei das am Wochenende, findet Lordick. „Da stehen die Fahrzeuge von Freitag Mittag bis Montag Morgen vor der Ladesäule und verhindern, dass ein Bürger von dieser ‘öffentlichen Ladesäule’ Gebrauch machen kann.“

Bürgermeister Dirk Buschmann bestätigt Lordicks Beobachtungen. Die Ladesäule vor dem Rathaus sei derzeit tatsächlich exklusiv für die Fahrzeuge der Gemeinde gedacht, „auch wenn das natürlich ein bisschen doof anmutet“, sagt Buschmann und erklärt: „Das liegt daran, dass die vertraglichen Grundlagen noch nicht dafür geschaffen sind, dass dort jeder parken und sein Elektro-Fahrzeug aufladen kann.“

Die Gemeinde Hünxe sei dabei, Bezahlmöglichkeiten für das Aufladen von E-Autos zu schaffen, ein entsprechender Antrag sei bereits eingereicht. Buschmann schätzt, dass es noch „ein wenig dauern könnte“, ehe das gesamte Prozedere abgeschlossen und das Parken, Aufladen und Bezahlen für Jedermann möglich sei.

Die Ladesäule vor dem Rathaus soll nicht die einzige bleiben. Laut Bürgermeister Buschmann sind hinter dem Rathaus drei weitere Parkplätze geplant, die ebenfalls mit zwei oder drei Tanksäulen mit je zwei Anschlüssen ausgestattet werden sollen. „Der Bauantrag hierzu ist jetzt durch“, sagt Buschmann. Er schätzt, dass alles Ende des Jahres fertig sein könnte.

(akw)