NRW: Wolf für Tötung von Damwild in Dinslaken verantwortlich

Landesumweltamt NRW bestätigt : Wolf tötet Damwild in Dinslaken

Die Untersuchung von Speichelproben hat ergeben, dass die elf Damtiere, die im Oktober in einem Wildgehege in Dinslaken gerissen wurden, von einem Wolf getötet wurden. Das bestätigt das Landesamt für Natur, Umwelt, und Verbraucherschutz (Lanuv). Und es gibt weitere Wolfsnachweise im Gebiet Schermbeck.

Ob es sich um ein und denselben Wolf handelt, der im Wolfsgebiet Schermbeck Tiere getötet hat, oder ob es mehrere Exemplare sind, ist noch ungewiss. Laut dem Landesumweltamt sei die „Individualisierung des Tieres beim Senckenberg Institut noch in Bearbeitung“. Nachgewiesen werden konnte, dass ein Wolf am 23. September 2018 in Dinslaken und am 25. Oktober 2018 in Hünxe eines beziehungsweise zwei Schafe getötet hat.

Zudem wurde die Tötung von elf Damtieren durch einen Wolf am 27. Oktober 2018 in Dinslaken bestätigt. „Der zwei Meter hohe Knotengeflechtzaun wies geeignete Durchschlupfmöglichkeiten für den Wolf auf. Der Tierhalter wurde gebeten, diese Schwachstellen auszubessern“, heißt es in einer Mitteilung des Lanuv. In allen drei Fällen wurde demnach ein Wolf als Verursacher festgestellt. Wann feststeht, um wie viele Tiere es sich handelt, ist unklar.

Die betroffenen Tierhalter wurden laut Lanuv über die aktuellen Ergebnisse informiert. „Sie können über die Förderrichtlinie Wolf des Umweltministeriums eine Entschädigung für die gerissenen Tiere sowie angefallene Tierarztkosten erhalten“, heißt es vonseiten des Amtes. Die aktuelle „Förderrichtlinie Wolf“ ist Teil des NRW-Wolfmanagements. Sobald der Nachweis erbracht ist, dass ein Wolf Tiere getötet hat, gibt es vom Land eine Entschädigung. Zudem können die Halter von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Schermbeck Förderanträge zum Herdenschutz stellen.

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