Voerde: Noch ist nichts endgültig beschlossen

Voerde: Noch ist nichts endgültig beschlossen

Soll der Bahnübergang Schwanenstraße geschlossen oder durch eine Straßenunterführung ersetzt werden?Die Ansichten zu dieser Problematik bleiben konträr, wie die gestrige Sitzung des Voerder Haupt- und Finanzausschusses zeigte.

Ob denn die Finanzierung einer Straßenunterführung an der Schwanenstraße als Ersatzlösung für den Bahnübergang schon sichergestellt sei, wollte ein Voerder zu Beginn der gestrigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der Einwohnerfragestunde wissen. "Es ist noch nichts endgültig beschlossen", erhielt er von Bürgermeister Leonhard Spitzer zur Antwort. Mit Mehrheit (neun Ja- zu sieben Nein-Stimmen) sprach sich auch dieser Ausschuss dafür aus, die Bahnquerung zu erhalten. Der Beschluss, so erläuterte das Stadtoberhaupt, sei auch ein Arbeitsauftrag an die Verwaltung, die sich im anstehenden Planfeststellungsverfahren konsequent für einen Ersatz des Übergangs durch eine Straßenunterführung einsetzen soll. Allerdings soll dieses Ziel nicht mehr verfolgt werden, wenn die Kosten für die Umsetzung des Vorhabens von der Kommune nicht zu finanzieren sind, so der weitere Inhalt des Beschlusses.

Bernhard Benninghoff (FDP) vertrat die Ansicht, dass Voerde das erforderliche Geld nicht habe. Auch sei der Lärmschutz wichtiger als der Übergang. Man sollte beides, Lärmschutz und Übergang, nicht gegeneinander aufwiegen, befand Wolfgang Scholten, der für die SPD nochmals die Schließung ablehnte. Voerde brauche den Übergang, da ansonsten nur noch die Bahnhofstraße als tragfähige Verbindung übrig bliebe, meinte Ulrike Schwarz (SPD). Sie sprach sich dafür aus, Verhandlungen mit der Bahn aufzunehmen, um das Problem zu lösen. Das Ja der CDU zur Aufgabe des Übergangs bekräftige Hans-Dieter Langenfurth, weil die Kommune die Kosten für den Bau einer Unterführung auf absehbare Zeit nicht aufbringen könne, wie hoch auch immer der städtische Anteil sei. Dem widersprach Wolfgang Scholten, der einen zehnprozentigen Kostenanteil für durchaus finanzierbar hielt. Christian Garden (WGV) war gegen eine "Gespensterdebatte" über Kosten von acht oder neun Millionen Euro.

(RP)