Dinslaken/Wesel: Niederrheinische Sparkasse: Vorstände sollen verlängern

Dinslaken/Wesel: Niederrheinische Sparkasse: Vorstände sollen verlängern

Einstimmiger Beschluss des Verwaltungsrates: Friedrich-Wilhelm Häfemeier, Rolf Wagner und Ingo Ritter sollen weitermachen.

Der Verwaltungsrat der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe (Nispa) hat gestern einstimmig empfohlen, die Verträge mit den drei Vorständen um weitere fünf Jahre zu verlängern. Am Abend versendete Jürgen Linz als Verwaltungsratschef der Sparkasse eine Pressemitteilung, in der er betonte, dass alle drei Vorstände einstimmig in ihren Ämtern bestätigt worden seien.

Seit der Fusion sind Friedrich-Wilhelm Häfemeier von der früheren Weseler Sparkasse und Rolf Wagner aus Dinslaken Vorstände, Ingo Ritter ist Vertreter. Mit diesem Trio will die Sparkasse jetzt weitermachen. Wenn Rolf Wagner nach Ablauf seiner nächsten Wahlperiode in den Ruhestand geht, will die Nispa mit nur noch zwei Vorständen weitermachen.

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Im Vorfeld der gestrigen Sitzung hatte es Störfeuer gegeben, die nach Informationen unserer Redaktion insbesondere aus Kreisen der Dinslakener Personalvertreter kamen. Hinter den Kulissen tobt nach der Fusion ein kleiner Machtkampf, denn die Stimme der Personalvertreter aus Dinslaken findet in der neuen Konstellation weniger Gehör als früher. Beklagt wird etwa, dass strukturelle Veränderungen im Zuge der Sparkassenfusion in der Hauptsache die Mitarbeiter der ehemaligen Dinslakener Sparkasse treffen. Deshalb soll aus Kreisen der Dinslakener der Vorschlag gekommen sein, die Verträge mit allen drei Vorständen nicht mehr zu verlängern, sondern die Stellen neu auszuschreiben. So würde man schneller das Ziel von nur noch zwei Vorständen erreichen, lautete die Argumentation. Vor der Fusion hatten beide Sparkassen jeweils zwei Vorstände. Befürworter der derzeitigen Konstellation verwiesen auf die guten Geschäftsergebnisse der Nispa seit der Fusion. Die aus der Dinslakener und Weseler Sparkasse hervorgegangene Nispa sei auf einem guten Weg, hieß es. Verwiesen wird dabei besonders auf das Einstandsportfolio: Bei der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe gab es das Risiko von Krediten in Höhe von 20 Millionen Euro, die womöglich nicht hätten beglichen werden können. Dafür übernahmen die drei Eigner-Kommunen Dinslaken, Voerde und Hünxe eine Bürgschaft. Dieser Betrag ist inzwischen auf 13 Millionen Euro zurückgegangen. Deshalb betonte Jürgen Linz gestern auch: "Die gesamte Belegschaft der Sparkasse - Vorstand und Mitarbeiter - hat seit der Fusion der Verbands-Sparkasse Wesel mit der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe hervorragende Arbeit geleistet und es geschafft, dass sich die Nispa, trotz widriger gesamtwirtschaftlicher Umstände, in ruhigem Fahrwasser befindet." Deshalb solle der Vorstand die "erfolgreiche Arbeit" weiterführen.

Die finale Entscheidung über die Verlängerung der Verträge fällt die Zweckverbandsversammlung der Nispa.

(RP)
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