Nicole Johann soll neue Beigeordnete in Voerder Stadtverwaltung werden

In der Voerder Stadtverwaltung: Nicole Johann soll Beigeordnete werden

Die Fraktionen von SPD, CDU, den Grünen und der FDP im Voerder Stadtrat haben sich auf einen gemeinsamen Vorschlag für die Nachfolge des im nächsten Jahr ausscheidenden Technischen Dezernenten Wilfried Limke geeinigt.

Voerde ist ihre Heimatstadt. In Friedrichsfeld wurde Nicole Johann geboren, das Fahrradgeschäft Knopf an der Poststraße ist ihr Elternhaus. Beruflich wird sie zum 1. September des kommenden Jahres nach Voerde zurückkehren, denn die 53-Jährige soll die neue Technische Beigeordnete in der Stadtverwaltung werden. Darauf haben sich die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP geeinigt. Die Wahl der Beigeordneten steht in der März-Sitzung 2019 des Stadtrates an. Sie wird als einzige Kandidatin vorgeschlagen werden. Ihre Wahl dürfte als sicher gelten, da sie eine breite Ratsmehrheit auf ihrer Seite hat.

Die Fraktionsvorsitzenden Uwe Goemann (SPD), Ingo Hülser (CDU) und Stefan Meiners (Grüne) präsentierten am Mittwochnachmittag ihre gemeinsame Kandidatin, die auch von der FDP unterstützt wird. „Wir wollten frühzeitig kommunizieren, wer die Nachfolge von Wilfried Limke antreten soll“, erklärte Uwe Goemann. Mit der Festlegung soll sichergestellt werden, dass „keine politischen Spielchen“ möglich sind, zudem sei damit auch für das Rathaus und die Menschen draußen klar, wer neue Beigeordnete werde.

Von den 13 Bewerbern, die sich auf die ausgeschriebene Dezernentenstelle im Voerder Rathaus beworben hatten, sind zuletzt zwei übrig geblieben, die sich den Fraktionen vorstellten. Das Rennen machte Nicole Johann. Die 53-Jährige ist verheiratet, hat eine 20 Jahre alte Tochter und einen 18-jährigen Sohn, sie arbeitet bei der Stadt Bocholt als Vorsitzende des dortigen Gutachterausschusses für Grundstückswerte. Als sie sich den Voerder Fraktionen vorstellte, überzeugte sie auf ganzer Linie, wie die Fraktionsvorsitzenden Uwe Goemann, Ingo Hülser und Stefan Meiners übereinstimmend erklärten. Die WGV und der parteilose Ratsherr Hans-Peter Bergmann seien nun aufgefordert, sich ihnen bei der Wahl der Beigeordneten anzuschließen.

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„Nicole Johann hat ein so klares Bild abgegeben, dass wir uns einig sind“, sagte Goemann, „sie hat uns bei ihrer Vorstellung begeisterungsfähig mitgenommen.“ Froh zeigte sich Stefan Meiners, dass eine Frau das Rennen gemacht hat, „denn überall im Rathaus gibt es zu wenig Frauen“. Nach den Worten des Fraktionschefs der Grünen hat Nicole Johann mit „ihrer Vita und ihrer kommunikativen Art deutlich gepunktet“. Zudem überzeugte sie mit ihrer Aussage, dass sie sich als Dienstleisterin für die Bürger verstehe. Mit ihrer offenen Art beeindruckte Nicole Johann, die kein Parteibuch besitzt, die CDU-Fraktion, wie Ingo Hülser berichtete. Er geht davon aus, dass sie als künftige Beigeordnete auch die Mitarbeiter im Rathaus für sich wird gewinnen und ihrerseits wird motivieren können.

„Ich freue mich riesig, demnächst in Voerde tätig zu sein“, sagte Johann, die, obwohl sie in Rees wohnt, immer noch eng mit ihrer Heimatstadt Voerde verbunden ist und dort nach ihrer Wahl in ihrer neuen Funktion als Technische Beigeordnete einiges für die Zukunft bewegen will. Als sie die Stellenausschreibung mit dem Voerder Stadtwappen sah, entschied sie sich, ihren Hut als Bewerberin in den Ring zu werfen, um sich für ihre Heimatstadt engagieren zu können, wie sie sagte. „Mein Herz hängt an Voerde“, bringt sie ihre Motivation auf den Punkt. Für sie verfügt die Stadt über viel Potenzial, habe aber auch etliche Baustellen. Die Entwicklung des Steag-Geländes sieht Nicole Johann beispielweise als eine große Chance für die Kommune an.