Dinslaken: Neutor-Galerie wartet auf den Ansturm

Dinslaken: Neutor-Galerie wartet auf den Ansturm

Heute eröffnet Dinslakens neues Einkaufszentrum. Gestern Abend konnten sich rund 450 geladene Gäste -darunter Landesbauminister Michael Groschek - schon einmal angucken, wie es von innen aussieht.

Sicher, niemand würde von Bauherr und Eigentümer Walter Hellmich erwarten, dass er die Neutor-Galerie nicht in höchsten Tönen lobt. Schließlich soll der neue Konsumtempel Kunden in Scharen locken. Aber so wie Hellmich gestern bei einem Presserundgang vor der großen Galafeier sein Einkaufszentrum präsentierte, war schnell klar: Hier rührt einer nicht nur die Werbetrommel, hier ist ein Mann so richtig stolz auf sein Werk. Dass er das sein kann, bestätigten ihm die zahlreichen Gäste, die gestern seiner Einladung zum Empfang gefolgt waren.

Foto: Büttner, Martin (m-b)

Nicht nur die beiden offiziellen Redner, Dinslakens Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und Landesbauminister Michael Groschek, von denen das erwartet werden durfte, taten dies. Auch aus vielen Gesprächsrunden an den Stehtischen war jede Menge Lob für den gelungenen Bau zu hören.

Hellmich selbst warf noch einmal einen Blick in die lange Geschichte des Bauvorhabens aus dem nun diese "Einkaufsgalerie, die ihresgleichen sucht" geworden ist. "Dinslaken als Einkaufsstadt findet jetzt wieder statt", befand er. Und der Bauherr dankte allen Beteiligten, was angesichts deren Vielzahl naturgemäß einige Zeit in Anspruch nahm. Alle hätten an einem Strang gezogen, um dieses Ergebnis zu erreichen. Mehr als 130 Unternehmen mit in Spitzenzeiten über 500 Mitarbeitern auf der Baustelle haben das Werk vollbracht. 800 000 Arbeitsstunden sind geleistet worden - und das, wie Hellmich zufrieden betonte, ohne dass ein Unfall passiert ist.

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"Ab Morgen gehen hier in Dinslaken die Uhren anders", konstatierte Bürgermeister Michael Heidinger und beschrieb in leuchtenden Farben, was er damit meint. Mit der Neutor-Galerie, die sowohl von der Architektur als auch vom Angebot maßgeschneidert für die Stadt sei, gewinne Dinslaken Zukunft. Der Bau der Neutor-Galerie mit den sie begleitenden Umgestaltungen in der Innenstadt sei ein Meilenstein der Stadtentwicklung. Heidinger dankte Walter Hellmich ganz persönlich für seinen "großartigen Einsatz". Der Rathauschef freute sich besonders, dass Hellmich zuvor den Einsatz der Mitarbeiter der Dinslakener Verwaltung in den höchsten Tönen gelobt hatte und unterstrich seinerseits die hervorragende Leistung all derer, die im Rathaus mit dem Bauprojekt beschäftigt waren. Dabei vergaß er nicht den Anteil des Baudezernenten Dr. Thomas Palotz am Gelingen des Vorhaben zu würdigen.

Der Landesbauminister, ein Kind des Ruhrgebiets, fasste seinen ersten Eindruck beim Betreten des fertigen Einkaufszentrums mit zwei Worten zusammen: "Boah eh." Michael Groschek zeigte sich überzeugt davon, dass die Neutor-Galerie dazu beitragen wird, dass Dinslaken prosperiert und dass sich alle Befürchtungen, dass der übrige innerstädtische Handel unter der Konkurrenz leiden werde, als absolut unbegründet erweisen würden. Das Gegenteil werde der Fall sein. Das hatten vor dem Minister auch schon Dinslakens Bürgermeister und der Bauherr Walter Hellmich betont.

(RP)