Neues Kinocenter für Dinslaken

Dinslaken: Neues Lichtburg-Kino soll 2020 eröffnen

Die Dinslakener Stadtentwicklung geht weiter. Auf dem Gelände zwischen der Otto-Brenner-Straße und der Karlstraße sollen ein Hotel, ein Fitnesschenter und ein Kino entstehen. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 30 Millionen Euro.

Inzwischen ist es schon fünf Jahre her, dass Lichtburg-Chefin Heidrun Grießer verriet, dass sie die Absicht hat, ein neues Großkino in Dinslaken zu bauen. Die Unternehmerin und ihre Tochter Heike Grießen mussten in der Folgezeit so manchen Rückschlag wegstecken, ihr Projekt gaben sie aber nicht auf. Das neue Lichtburg-Center wird auf dem Areal zwischen Otto-Brenner-Straße und Karlstraße entstehen. Wenn alles klappt, kann bereits im Jahre 2020 der erste Film am neuen Standort in einem der sieben Kinosäle gezeigt werden.

Das Großkino ist dabei nur ein Baustein der geplanten Entwicklung des Areals, das in unmittelbarer Nähe der alten Feuerwache liegt. Dort sollen zudem ein Hotel mit etwa 130 Betten sowie ein Fitnesscenter entstehen, wie die Projektbeteiligten am Donnerstag berichteten. In das Vorhaben wird die Immobilienverwaltungsgesellschaft FFire aus Berlin rund 30 Millionen Euro investieren,“ erklärte deren Geschäftsführer Marc Schulten. Für Bürgermeister Michael Heidinger stellt das Vorhaben „ein gelungenes Beispiel für strategisch angelegte Stadtentwicklung dar.“

Um ein solch ambitioniertes Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es viele Partner. Die haben sich gefunden mit der Familie Grießer, ihren Beratern (Anja und Meinolf Thies von der Consulthies GmbH aus Essen); der Immobilienverwaltungsgesellschaft FFire, die seit 2010 existiert, sich als Immobilienfeuerwehr versteht und sich fast ausschließlich mit Problemprojekten beschäftigt (Ausnahme das Dinslakener Vorhaben); der Otten Architekten GmbH aus der Nähe von Mönchengladbach; der Klima Beteiligungs- und Beratungs GmbH, die für die MCS Technologies GmbH tätig ist, und natürlich der Stadt Dinslaken .

So soll der Lichtburg-Komplex aussehen.
So soll der Lichtburg-Komplex aussehen. Foto: Stadt Dinslaken/FFire Immobilienverwaltung

Bei dem Areal handelt es sich um ein rund 8000 Quadratmeter großes Gelände. Dessen Entwicklung soll dazu beitragen, den Standort des nahe gelegenen Real-Marktes und auch das Veranstaltungszentrum Walzwerk besser an die Innenstadt anzubinden. Dabei wird es auch um eine direkte Anbindung an das Einkaufszentrum Neutor-Galerie gehen.

Vor etwa sechs Wochen verkaufte die Stadt Dinslaken das Grundstück für das Projekt an FFire. Eine ganzheitliche Entwicklung des Areal war möglich geworden, nachdem eine Teilfläche von 1200 Quadratmetern, die ursprünglich den iranischen Eigentümern der Firma MCS Technologies gehörte, an die Stadt verkauft worden war, nachdem es bei MCS einen Gesellschafterwechsel gegeben hatte. Wie Planungsdezernent Thomas Palotz weiter berichtete, ist die künftige Baufläche dreigeteilt, errichtet werden auf ihr das Kino im Eckbereich Hans-Böckler-Straße/Otto-Brenner-Straße – genau gegenüber der früheren Feuerwache, die Fläche wird gegenwärtig als Parkplatz genutzt. Es schließen sich im weiteren Verlauf der Otto-Brenner-Straße der Hotelkomplex und das Fitness-Center an. Auch Gastronomie soll es in dem Bereich geben. Das dreiteilige Bebauungskonzept ist zudem Grundlage des Kaufvertrages. Die Erschließung soll nur über die Karlstraße erfolgen.

Die bisherigen Planungen sehen vor, dass der Bauantrag Ende des Jahres gestellt wird, allerdings besteht auch die Möglichkeit, dass dies Anfang 2019 geschieht. In jedem Fall soll im nächsten Jahr gebaut werden.

  • Dinslaken : Neues Kino, Hotel und ein Fitnesscenter

Die Inbetriebnahme der einzelnen Objekte findet dann im Laufe des Jahres 2020 statt. Planungsdezernent Thomas Palotz bekräftigte, dass die Stadtverwaltung alles tun werde, dass dieser ehrgeizige Zeitplan eingehalten werden könne.

Für FFire als Investor betonte Marc Schulten, dass das Dinslakener Vorhaben kein Problemprojekt ist. Mit dem Kino werde ein „hervorragender Betrieb umgesetzt“. „Wir tun unser Bestes, damit 2020 der erste Film im neuen Lichtburg-Center gezeigt werden kann“, sagte Schulten.

Gegenwärtig verfügt die Lichtburg über drei Kinosäle, künftig werden es sieben sein. Ein großer, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, wird über 300 Menschen Platz bieten, die anderen Säle werden jeweils über 100 bis 120 Plätze verfügen, wie Lichtburg-Betreiberin Heike Grießer sagte.

Wer künftig das Hotel und das Fitness-Center betreiben wird, konnte Schulten noch nicht sagen, er will erst abwarten, bis die Verträge unterzeichnet sind.

Allerdings erklärte er, dass die Verhandlungen mit einem namhaften Hotelbetreiber weit fortgeschritten sind. Intensive Gespräche werden auch mit einer Fitnessstudio-Kette geführt, es laufen Verhandlungen über einen langfristigen Nutzungsvertrag, sagte Marc Schulten.