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Hünxe: Neue Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige

Hünxe : Neue Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige

Das erste Treffen in Hünxe findet in der Tagespflege an der Alten Weseler Straße statt.

Der Verein "Wir pflegen NRW" setzt sich für die Interessen pflegender Angehöriger in Nordrhein-Westfalen ein. Denn obwohl gute Pflege eine gesellschaftliche Verantwortung ist, bilden mehr denn je Angehörige, Nachbarn und Freunde das Rückgrat in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen. Damit die Pflegenden vor Ort eine Möglichkeit erhalten, sich über ihre Ängste, Sorgen und Nöte auszutauschen, baut "Wir pflegen NRW" ein Netzwerk von Selbsthilfegruppen speziell für pflegende Angehörige in NRW auf - unabhängig vom Krankheitsbild des zu Pflegenden, unabhängig von Konfession oder Alter.

In Hünxe startet daher ab November eine neue Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige. Organisiert wird das Treffen von Elma Bjelic (Leitung Tagespflege in Hünxe) und Brigitte Brzeski (pflegende Angehörige sowie Mitglied bei "Wir pflegen NRW").

Das Treffen findet am Dienstag, 14. November, in der Tagespflege Hünxe, Alte Weseler Straße 4, statt und beginnt um 10 Uhr. Die Teilnehmeranzahl ist auf zwölf Personen begrenzt. Daher wird um eine verbindliche Anmeldung bis zum 13. November gebeten: per E-Mail an pflegende-angehoerige-in-huenxe@wir-pflegen.nrw oder unter Telefon 0151 65532430. Mit der Anmeldebestätigung erhalten die Teilnehmer den genauen Treffpunkt in der Tagespflege Hünxe genannt.

Brigitte Brzeski, Ansprechpartnerin für die Selbsthilfegruppe "Wir pflegen in Hünxe", sagt: "Über eine Millionen Menschen in NRW pflegen ihre Angehörigen zu Hause. Pflege betrifft damit fast alle Familien in unserem Bundesland. Wir pflegenden Angehörigen sind damit das Rückgrat der Gesellschaft. Wir kümmern uns um unsere pflegebedürftigen Partner, Eltern, Großeltern und Kinder. Wir leiten an, wir pflegen. Wir machen dies aus Liebe, aus Verantwortungsgefühl und auf Grund unserer sozialen Kompetenz. Wir kämpfen tagtäglich dafür, dass unsere pflegebedürftigen Angehörigen einen Platz in unserer Gesellschaft erhalten. Was erhalten wir dafür von ihnen: Wertschätzung, ein geflüstertes Dankeschön oder ein kleines Lächeln! Und das genügt uns, denn wir wollen einfach nur, dass es unseren pflegebedürftigen Angehörigen gut geht. Wir pflegen und begleiten, haben berufliche Verpflichtungen, kümmern uns um unsere Kinder und den Rest der eigenen Familie und vergessen dabei zu oft, an uns selbst zu denken. Unser eigenes Leben als pflegende Angehörige verändert sich stark."

Dies könne auch mal den Verlust des eigenen Freiraums bedeuten, zu starken Belastungen aufgrund der Betreuung führen: Deshalb sollten pflegende Angehörige sich frühzeitig auch mal Auszeiten nehmen und Freiräume gönnen sowie sich mit anderen Betroffenen austauschen.

(RP)