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Nahost-Konflikt: Signale aus Dinslaken und Voerde gegen Hass und Gewalt

Israel-Flagge von Dinslakens Rathaus gestohlen : Nahost-Konflikt – Signale gegen Hass und Gewalt

Vereinsmitglieder aus Dinslaken haben eine Botschaft der Anteilnahme in die israelische Partnerstadt Arad geschickt. Das Kreiskomitee der Katholiken ruft dazu auf, in Deutschland keinesfalls Diskriminierung und Antisemitismus zu dulden.

Der Städtepartnerschaftsverein Dinslaken hat die Partnerstadt Arad in Israel kontaktiert. Man sei „sehr traurig über die gegenwärtigen Feindseligkeiten die so viele Opfer verursachen“, wendet sich der Verein in einer kurzen Nachricht an die Bekannten in Arad. „Seien Sie versichert, dass Ihre deutschen Freunde die ganze Zeit an Sie denken und hoffen, dass diese schlechten Tage bald besseren weichen werden.“ Seitens des Partnerschaftsvereins bestehen sowohl Kontakte zu offiziellen Stellen als auch teils intensivere persönliche Verbindungen einzelner Mitglieder zu Menschen in Arad.

In der Vergangenen Woche wurde die israelische Flagge gestohlen, die normalerweise vor dem Dinslakener Rathaus hängt. Vor dem Hintergrund des eskalierenden militärischen Kofliktes im Nahen Osten wird von einer politischen Motivation ausgegangen. In verschiedenen Städten hat es anti-israelische Übergriffe gegeben.

Für das Komitee der Katholiken im Kreisdekanat Wesel meldete sich aus diesem Anlass der Vorsitzende, Diakon Michael van Meerbeck, zu Wort.  Eine neue Welle der Gewalt sei im nahen Osten entbrannt. „Unschuldige Menschen, Männer, Frauen und Kinder werden getötet, andere werden durch Raketen und Bomben um ihr Obdach gebracht“, schreibt er. „In keinem Fall, dürfen wir Verfolgung und Diskriminierung in unserem Land hinnehmen. Dass in unserer demokratischen Gesellschaft, mit ihrer Geschichte, überhaupt nur eine minimale Regung der Diskriminierung oder des Antisemitismus möglich ist, muss unseren ganzen Widerstand hervorrufen.“

  • Die Flaggen vor dem Rathaus Dinslaken.
    Nahost-Konflikt : Israelische Flagge vorm Rathaus in Dinslaken gestohlen
  • Das Rathaus in Solingen (Archivbild).
    Antisemitismus in Solingen : Unbekannte verbrennen israelische Flagge vor Rathaus
  • NRW-Innenminister Herbert Reul (Archiv).
    Nach Ausschreitungen bei Protesten : Reul will Antisemitismus „mit allen Mitteln des Rechtsstaats konsequent verfolgen“

Weiter hält er fest: „Jeder Mensch, jüdischen Glaubens ist unsere Schwester und unser Bruder.“ Wer diskriminiert oder verfolgt werde, „muss sich sicher sein, dass wir als gesamte Gesellschaft an seiner Seite einig und solidarisch zusammenstehen“.

(szf)