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Nach Zensurvorwürfen: UBV fordert respektvollen Umgang im Netz

Nach Zensurvorwürfen : UBV fordert respekvollen Umgang im Netz

Die Wählergemeinschaft UBV findet, dass sich auch die Dinslakener Politik damit befassen sollte, welche Art von Äußerungen in sozialen Netzwerken sie okay findet und welche nicht. Vorausgegangen ist ein Streit um Mitglied Ingo Kramarek.

Nach Zensurvorwürfen gegen den Dinslakener Administrator einer Facebook-Gruppe und Lokalpolitiker Ingo Kramarek hält dessen Wählergemeinschaft UBV es für an der Zeit, dass sich die Politik mit der Thematik befasst. „Nicht nur weil Mitglieder des Stadtrates – egal in welcher Form – involviert sind“, sondern auch weil „Dinslaken als ,Die tolerante Stadt’ einen respektvollen Umgang miteinander fordern muss, schreibt die UBV.

Ingo Kramarek hatte nach Kommentaren auf der städtischen Facebookseite vorgeschlagen, dass die Stadt bestimmte Accounts sperren sollte. Die besagten Äußerungen hätten nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun. Daraufhin warfen andere, auch Lokalpolitiker, Kramarek „Zensur“ vor. Dies wiederum auch mit Blick auf Kramareks Vorgehen als Administrator einer Facebook-Gruppe, in der Nutzer in der Vergangenheit gesperrt wurden.

UBV-Fraktionschef Heinz Brücker betonte, es sei „die Pflicht jedes Einzelnen, einen respektvollen Umgang miteinander zu pflegen. Diesen Respekt vermisse ich bei all diesen unsäglichen Diskussionen, die nach Auffassung der UBV nichts mit der politischen Arbeit zu tun haben“. Wer als Mitglied einer Partei oder Wählergemeinschaft in den sozialen Medien als Administrator tätig sei, der habe umso mehr darauf zu achten, „dass nicht nur die Gemeinschaftsstandards der sozialen Medien, die allen Nutzern auferlegt sind, respektiert und befolgt werden, sondern auch die eigenen“, fordert die UBV. „Hier können wir nur als Gemeinschaft, insbesondere der politisch Aktiven, erreichen, dass gerade in Dinslaken für jegliche Form des verbalen Angriffs in den Dinslakener Foren kein Platz ist.“

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Heinz Brücker befand: „Es darf nicht sein, dass Menschen, die offen über ein Thema sprechen, sich danach Angriffen ausgesetzt sehen, die dann oft den Weg der freien Meinungsäußerung verlassen.“

Zugleich müsse gewährleistet sein, dass jeder seine Meinung äußern und unterschiedliche Meinungen, Ideen und Informationen ausgetauscht werden können.

(RP)