Musikschule Dinslaken mit neuen Räumen. Das Warten hat sich gelohnt

Otto-Lilienthal-Straße 38b : Ein Haus mit echten „Flügel“-Türen

Lange wurde nach einem neuen, dauerhaften Ort für die Musikschule Dinslaken gesucht. Ein erster Blick in die Räume der Otto-Lilienthal-Straße 38b zeigen nun: Das Warten hat sich voll und ganz gelohnt

Noch weist kein Schild auf das neue Zuhause der Musikschule Dinslaken hin, aber das, was da auf der Otto-Lilienthal-Straße 38b etwas versteckt am Ende einer Toreinfahrt liegt, ist ein neues kulturelles Schmuckstück für die Stadt. Drei Monate lang wurde das dreigeschossige Gebäude, in dem früher ein Fitnessstudio untergebracht war, kernsaniert. Und den Wünschen der Musikpädagogen wurde bei der Gestaltung der Musikschul-Räumlichkeiten im Erdgeschoss mehr als genüge getan.

Noch liegen nur ein paar JeKiT-Instrumente in den schneeweißen Unterrichtsräumen, aber ab Montag werden sie mit Leben und mit Musik gefüllt sein. Und bereits am Sonntag, 16. Juni, öffnet die Musikschule auf ihrem Musikschulfest für alle Interessierten ihre Türen.

Apropos Türen. Zwei Räume der neuen Musikschule haben Flügeltüren. Echte Flügeltüren für echte Flügel. Der eine wird im Klavierraum stehen, der andere im Vortragsraum, der mit Platz für 50 Zuhörer künftig für Klassenvorspiele und vielleicht auch kleine Konzerte genutzt werden kann. Der Flügel im Vortragsraum wird übrigens recht hochwertig sein. Ermöglicht wurde die Anschaffung nur durch die Unterstützung unter anderem, der Niederrheinische Sparkasse RheinLippe und der privaten Spende einer Musikschulmutter. Ein Klavierzimmer. ein lichtdurchfluteter Raum für die Früherziehung, fünf durch ihre Türen und Oberlichter schallgedämpfte und durch speziell vibrationsgeschütze Deckenleuchten gleichmäßig ausgeleuchtete Räume für den Instrumentalunterricht, ein Lehrerzimmer, erstmals ein eigenes Büro für Musikschulleiter Sebastian Rakow, Räume für die Archivalien, ein Sekretariat und sogar stylisch geflieste Toiletten.

Der Rundgang, zu dem Sebastian Rakow und der Vorsitzende der Musikschule Lutz Christofzik am Freitag Bürgermeister Dr. Michael Heidinger, den Leiter des Geschäftsbereichs Bildung, Kultur, Freizeit, Sport Thomas Termath und Stefan Hutmacher, den Leiter des Fachdiensts Kultur eingeladen haben, vollzog sich gehend im „Andante“, aber die Reaktionen wechselten zwischen allegro (fröhlich) und vivace (lebendig). „Es ist das erste Mal, dass wir Räume haben, die so auf die Anforderungen einer Musikschule zurecht geschnitten sind“, so Lutz Christofzik. Noch fehlen die Möbel, noch hängt keine Grifftabelle an der Wand. Aber schon jetzt spürt man, hier wurde bereits mit Kreativität und Liebe zur Sache gearbeitet: Die Musik kann beginnen.

(bes)
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