Dinslaken/Voerde/Hünxe: Morgen wählen wir den Bundestag

Dinslaken/Voerde/Hünxe : Morgen wählen wir den Bundestag

Sie wollen wählen gehen, können aber die Wahlbenachrichtigung nicht mehr finden? Wer darf überhaupt seine Stimme abgeben? Und ist ein Selfie in der Wahlkabine eigentlich erlaubt? Hier gibt es die wichtigsten Informationen.

Morgen finden die Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag statt. In Dinslaken sind 52.551 Männer und Frauen aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, in Voerde gibt es 28.856 Wahlberechtigte und in der Gemeinde Hünxe 11.408, wie in den drei Kommunalverwaltungen gestern zu erfahren war.

Wann und wo kann man wählen?

Die Stimmen können am Wahltag, 24. September, von 8 bis 18 Uhr in den Wahllokalen abgegeben werden. In Dinslaken wird es am Sonntag 41 Wahllokale geben, in Voerde 23 und in Hünxe zehn. In den einzelnen Wahllokalen sind Wahlhelfer im Einsatz. Nach dem gestrigen Stand werden in Dinslaken 429 Wahlhelfer präsent sein, in Voerde 240 und in Hünxe 92. Gewählt werden kann auch per Briefwahl. Einen Antrag auf Briefwahl stellten in Dinslaken 10.967 Wähler, in Voerde waren es 6064 und in Hünxe 3094.

Welche Kommune gehört zu welchem Wahlkreis?

Die Stadt Dinslaken gehört zum Wahlkreis 117 Oberhausen-Wesel III. Die Stadt Voerde und die Gemeinde Hünxe hingegen zählen zum Wahlkreis 113 Wesel I, dem auch die Kommunen Alpen, Hamminkeln, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Schermbeck, Sonsbeck, Xanten und Wesel angehören.

Wie funktioniert die Wahl?

Jeder Wähler erhält in seinem Wahllokal einen Stimmzettel ausgehändigt. Darauf kann man per Kreuz seine Erst- und seine Zweitstimme abgeben. Mit der Erststimme wird der Direktkandidat gewählt, mit der Zweitstimme eine Partei. Der Kandidat, der in seinem Wahlkreis die meisten Erststimmen erhält, zieht direkt in den Bundestag ein. Der Anteil an Zweitstimmen entscheidet darüber, wie stark eine Partei im Bundestag vertreten ist. Wer auf dem Wahlzettel etwas durchstreicht, gar nichts ankreuzt, einen Kommentar draufschreibt oder den Stimmzettel signiert, macht ihn damit ungültig. Die Wahl ist geheim. Selfies in der Wahlkabine sind verboten.

Welche Direktkandidaten können gewählt werden?

Im Wahlkreis 113 Wesel I treten als Direktkandidaten an: Sabine Weiss (CDU), Jürgen Preuß (SPD), Stefan Meiners (Grüne), Bernd Reuther (FDP), Gerd Baßfeld (Die Linke), Renatus Rieger (AfD) und Tufan Aydin (MLPD).

Im Wahlkreis 117 Oberhausen-Wesel III (Dinslaken) bewerben sich: Marie-Luise Dött (CDU), Dirk Vöpel (SPD), Patrick Voss (Grüne), Niema Movassat (Die Linke), Roman Müller-Böhm (FDP), Uwe Kamann (AfD), Wolf Dieter Rochlitz (MLPD) und Karin Schäfer (Die Violetten).

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt zur Bundestagswahl ist, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet hat und seit mindestens drei Monaten vor der Wahl den Hauptwohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. In Dinslaken dürfen am morgigen Sonntag erstmals 2255 junge Männer und Frauen den Deutschen Bundestag wählen, in Voerde sind es 1337 junge Menschen und in Hünxe 486.

Was tun, wenn man seine Wahlbenachrichtigung nicht mehr hat?

Man kann auch ohne die amtliche Benachrichtigung in sein Wahllokal gehen. Zum Wählen selbst reicht es aus, den Wahlhelfern den Personalausweis oder den Reisepass vorzulegen. Anhand der dort enthaltenen Daten können die Wahlhelfer den entsprechenden Eintrag im Wählerverzeichnis herausfinden. Ist dies geschehen, wird der Wahlschein ausgehändigt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bundestagswahl 2017: Das sind die Kandidaten für den Wahlkreis 117

(RP)