Dinslaken: Mit Herzblut auf dem Posten sein

Dinslaken : Mit Herzblut auf dem Posten sein

Ludgera Dworatzyk zieht sich nach 25 Jahren Küsterdienst in den katholischen Pfarrgemeinden Heilig Blut und Sankt Johannes langsam von ihrem Amt zurück. Nachfolger in Eppinghoven ist Heinz-Jürgen Lechtenberg.

Das ist Planung: Ulrich und Ludgera Dworatzyk haben nach 40 Ehejahren zum 1. Dezember zeitgleich die Rente eingereicht. "Die Pfarrei Sankt Vincentius Dinslaken dankt der Küsterin für ihren treuen Dienst über mehr als 25 Jahre", würdigt Pfarrverwalter Barthel Kalscheur in den jüngsten Pfarrnachrichten.

1992 schlug die examinierte Krankenschwester Ludgera nach Gesprächen mit Pastor Theo van Doornick in Heilig Blut und ermutigt durch die eigene Tochter, Kommunionkind Andrea, ein neues Kapitel in ihrem Leben auf. 17 Jahre hat sie der Gemeinde Heilig Blut gedient: Gewänder und liturgisches Gerät in Ordnung gehalten, Blumenschmuck gestaltet, Licht und Glocken geschaltet.

Dann kam das schwierige Jahr 2009 mit der Profanierung der Kirche Heilig Blut und ihrem Abriss. Den schmerzhaften Prozess der Räumung hat sie mit anderen Gemeindemitgliedern Phase für Phase erlebt. Der Altar und die Mahagoniböden befinden sich jetzt in einer Kirche in Rumänien.

Für die vergangenen zwölf Jahre hat Ludgera Dworatzyk den Küsterdienst in Sankt Johannes übernommen und dort zuletzt die interessante, aber auch anstrengende Phase der Renovierung und des Neuanstrichs begleitet. "Nur Insider können ermessen, was es bedeutet, immer auf dem Posten zu sein und alle Abläufe im Blick zu behalten", so Kalscheur. "Ein Dienst ohne Betriebsstörungen ist auch in der Kirche nicht denkbar, umso wichtiger sind Umsicht und Erfahrung einer Küsterin, die ihre Aufgabe mit Herzblut erfüllt." Ludgera Dworatzyk steht der Gemeinde St. Johannes auch weiterhin mit geringerem Beschäftigungsumfang zur Verfügung und kann ihrem Nachfolger Heinz-Jürgen Lechtenberg, der bislang in Hünxe und Bruckhausen Küster war, den Einstieg in seine neue Aufgabe erleichtern. "Dass die Eheleute Dworatzyk und Lechtenberg am gleich Tag geheiratet haben, nämlich am 3. September 1977, ist eine schöne Entdeckung, die eine gute Zusammenarbeit verheißt", meint Pfarrer Barthel Kalscheur.

Am 28. Januar 2018 besteht nach der 10-Uhr-Messe in Sankt Johannes die Gelegenheit, sich persönlich bei Ludgera Dworatzyk zu bedanken. Eine Feierstunde findet im Pfarrheim Sankt Johannes statt.

(RP)