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Michaela Eislöffel will Bürgermeisterin von Dinslaken werden

Parteien einigen sich auf Bewerberin für Dinslaken : Michaela Eislöffel will ins Rathaus

Die Dinslakener Grünen und die CDU schicken eine gemeinsame Bürgermeisterkandidatin für die Kommunalwahlen im September ins Rennen.

Die CDU und die Grünen in Dinslaken schicken mit Michaela Eislöffel erstmalig gemeinsam eine parteilose Kandidatin ins Rennen um das Bürgermeisteramt. Sie tritt bei der Kommunalwahl am 13.September an, um den amtierenden Bürgermeister Michael Heidinger auf dem Chefsessel im Rathaus abzulösen.

„Ich möchte, dass in Dinslaken wieder mehr miteinander statt übereinander geredet wird“, erklärt Michaela Eislöffel. In einer Demokratie sei es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen an Debatten beteiligen könnten und man einander zuhöre und ernst nehme. „Das habe ich in der Vergangenheit oft vermisst. Wir müssen mehr ins Gespräch kommen. Nur so kann man eine Stadt erfolgreich verändern und deswegen ist dies auch genau eines meiner Ziele“, so Eislöffel. Wie sie gegenüber der RP sagte, sei sie angesprochen und gefragt worden, ob sie sich vorstellen könnte, als Bürgermeisterkandidatin anzutreten. Nach intensiver Beratung mit mit ihrem nahen Umfeld habe sie schließlich zugestimmt. Zudem war sie von der Idee begeistert, dass eine Frau aufgestellt werden soll.

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„Mit Michaela Eislöffel hat die CDU gemeinsam mit den Grünen eine starke Kandidatin gefunden, die für einen neuen Politikstil steht“, erläutert Rainer Hagenkötter, Vorsitzender der CDU Dinslaken, die Entscheidung, die Parteilose bei den bevorstehenden Kommunalwahlen zu unterstützen. „Sie möchte mit den Bürgerinnen und Bürgern auf Augenhöhe sprechen. Als gläubige Christin bringt Michaela Eislöffel ein Wertefundament mit, das genau zu uns passt. Wir gehen hoch motiviert in den gemeinsamen Wahlkampf und wollen den Wechsel im Rathaus.“

Endgültig fest steht Eislöffel noch nicht als Bürgermeisterkandidatin der Christdemokraten, denn darüber haben die Parteimitglieder zu entscheiden „Nun freuen wir uns, Michaela Eislöffel am 20. Januar unseren Mitgliedern vorstellen zu dürfen und sind zuversichtlich, dass sie auch dort die erforderliche Zustimmung erhält“, sagt Rainer Hagenkötter. Die Grünen sind schon einen Schritt weiter. Hier hat wurde Michaela Eislöffel in einer Mitgliederversammlung bereits zur gemeinsamen Kandidatin gewählt, wie Grünen-Sprecher Patrick Voss mitteilt. „Michaela ist eine Kandidatin, die für Menschlichkeit, mehr Dialog und gegen Rechts einsteht. Besonders in Zeiten einer auseinanderdriftenden Gesellschaft ist dies von großer Bedeutung“, stellt Voss fest. Die Grünen seien froh, mit ihr eine gemeinsame Kandidatin gefunden zu haben, der zugetraut wird, die Stadtgesellschaft zusammenführen zu können.

Was sie sich für die Zukunft vorgenommen hat? „Sie hat uns deutlich gemacht, dass sie Dinslaken ökologischer gestalten und nachhaltig verändern möchte“, berichtet Patrick Voss und stellt fest: „Auch wir freuen uns daher sehr auf den gemeinsamen Wahlkampf mit ihr.“

Michaela Eislöffel ist 53 Jahre alt und Mutter von drei erwachsenen Söhnen. Sie wurde als ältestes von drei Kindern im Duisburger Stadtteil Neuenkamp geboren. Aufgewachsen ist sie in einem Mehrgenerationenhaushalt mit ihren Eltern, ihrem Bruder und ihrer Schwester, ihren Großeltern, Onkel und Tanten. Seit über 30 Jahren lebt sie mittlerweile in Dinslaken. Sie absolvierte die Hauptschule, machte dann eine Ausbildung zur Bürokauffrau beim nordrhein-westfälischen Landessportbund und arbeitete anschließend als Sachbearbeiterin bei der Sportjugend NRW. Schließlich entschied sie sich, nochmals die Schulbank zu drücken. Berufsbegleitende besuchte sie die Abendschule, qualifizierte sich für das Kolleg, holte am Oberhausen-Kolleg ihre allgemeine Hochschulreife nach und nahm danach ein Studium an der Universität Essen auf, um Lehrerin in der Primarstufe werden zu können. Sie studierte Deutsch, Mathematik und evangelische Theologie Seit dem Jahr 2004 ist sie als Lehrerin tätig, gegenwärtig arbeitet je zu 50 Prozent in einer Schule für Kranke und im Bezirkspersonalrat für Förderschulen und Schulen für Kranke in Düsseldorf.

Auf vielen Gebieten ist Michaela Eislöffel aktiv, stets hat sie sich für Menschen uns soziale Themen eingesetzt und sich ehrenamtlich engagiert. So ist sie Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung Wissenschaft (GEW) des Kreisverbandes Wesel und ehrenamtliche Richterin am Sozialgericht Duisburg. Da sie eine entschiedene Gegnerin von rechtem Gedankengut ist, hat sie die Leitung des Arbeitskreises gegen Rechts der GEW Kreis Wesel übernommen.

Auch bringt sie sich bei der Planung und Durchführung von Aktionen gegen Rechts in Dinslaken ein. Zudem unterstützt sie das Projekt „Demokratie leben“ und macht mit beim Aufbau eines Netzwerkes gegen Rechts im Kreis Wesel.

In Ihrer Freizeit ist die engagierte Frau in der Natur sportlich aktiv: Sie unternimmt Kanufahrten, Wanderungen und Spaziergänge, sie fährt Rad, klettert, schwimmt in Seen und im Meer. Ruhe findet sie beim Bücherlesen. Auch besucht sie gern Konzerte, singt und tanzt.