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Auch ein Expertendiskurs ist vorgesehen Trabrennbahn: Bürgermeinung gefragt

Dinslaken · Die Beteiligung der Dinslakener Bevölkerung zur Entwicklung des Areals am Bärenkamp geht weiter. Beim Trab.Labor haben die Bürger die Möglichkeit, mit einer interaktiven Karte das künftige Quartier mitzugestalten.

 Sie hoffen auf große Bürgerbeteiligung: Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, Dominik Erbelding, Alexandro Hugenberg und Anja Graumann.

Sie hoffen auf große Bürgerbeteiligung: Bürgermeisterin Michaela Eislöffel, Dominik Erbelding, Alexandro Hugenberg und Anja Graumann.

Foto: Heinz Schild

Die Stadt Dinslaken und die kommunale Flächenentwicklungsgesellschaft Din Fleg setzen den Beteiligungsprozess zur künftigen Entwicklung des Trabrennbahn-Geländes fort. Wie Bürgermeisterin Michaela Eislöffel am Donnerstag ankündigte, sind vom 22. März bis zum 8. April die Bürger gefragt. Bei einem neuen Beteiligungsformat, dem sogenannten Trab.Labor, haben sie die Möglichkeit, mittels einer interaktiven Karte, auf der sie ihre Meinung abgeben und auf dem Plan verorten können, die Quartiersentwicklung mitzugestalten.

Auf der Projekt-Webseite www.zukunft-trabrennbahn.de steht während des Zeitraumes 22. März bis 8. April der städtebauliche Rahmenplan bereit. Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen geben, Kritik äußern. „Wir wünschen uns eine rege Beteiligung der Stadtgesellschaft und freuen uns auf konstruktive Anregungen“, so die Bürgermeisterin. Im Rathaus hofft man auf eine möglichst hohe Bürgerbeteiligung, denn je mehr mitmachten, desto mehr Erkenntnisse könne man gewinnen.

 Die Tage der Trabrennbahn sind gezählt. Ende des Jahres ist dort Schluss, danach wird es dort keine Trabrennen mehr geben.

Die Tage der Trabrennbahn sind gezählt. Ende des Jahres ist dort Schluss, danach wird es dort keine Trabrennen mehr geben.

Foto: Heinz Schild

Und auch die Fachleute sollen noch einmal zu Wort kommen. Deshalb findet im Rahmen des Trab-Labors am 22. März ein eintägiger Expertendiskurs statt. Fachleute verschiedener Disziplinen, beispielsweise aus der sozialen Quartiersplanung, dem Städtebau, dem Finanzsektor, dem Bereich der Förderung und der Immobilienwirtschaft nehmen dann den städtebaulichen Rahmenplan aus ihrem speziellen Blickwinkel unter die Lupe und sind aufgefordert, ihn fachlich zu prüfen und zu diskutieren. Sie sollen eine Einschätzung abgeben und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. „Der zentrale Baustein bleibt natürlich das städtebauliche Leitbild, das bereits beschlossen wurde“, sagte die Bürgermeisterin. Din Fleg-Geschäftsführer Dominik Erbelding sicherte zu, dass die Ergebnisse der Expertenrunde umfassend dokumentiert und auf der Projekt-Webseite veröffentlicht werden.

„Nach Abwägung aller gewonnenen Erkenntnisse und Anregungen wird der Rahmenplan dann erneut überarbeitet“, so die Verwaltung. Dafür sollen die Sommermonate genutzt werden. Die neu erstellte Planung wird dann im Herbst dem Rat der Stadt und den jeweiligen Fachausschüssen zur Beratung vorgelegt.

 Blick in die Holzhalle der Trabrennbahn.

Blick in die Holzhalle der Trabrennbahn.

Foto: Heinz Schild

Wie Dominik Erbelding sagte, soll die Substanz der vorhandenen Gebäude auf dem Trabrennbahn-Gelände geprüft werden, um erhaltenswerte Gebäudeteile, wie das Tribünenhaus, in der Planung zu berücksichtigen und Nutzungspersepektiven aufzuzeigen. Nach Einschätzung von Anja Graumann, die als Architektin bei Din Fleg arbeitet, könnte eventuell bereits im nächsten Jahr mit ersten Abrissarbeiten begonnen werden. Da es sich bei dem rund 15 Hektar großen Trabrennbahn-Areal um ein großes Gelände handelt, wird an einer Entwicklung durch unterschiedliche Bauträger gedacht, sagte Alexandro Hugenberg, Leiter der kommunalen Stabsstelle Stadtentwicklung. Die Bebauung wird also schrittweise und sektoral erfolgen.

Auf der Trabrennbahn finden auch weiterhin noch Rennen statt, in diesem Monat am 21. und 31. März. Es wird den Porschetag geben und zwei Veranstaltungen, an denen amerikanische Autos präsentiert werden, wie Gottfried Bison, Vorsitzender des Niederrheinischen Trabrennvereins Dinslaken, sagte. Die Universität Duisburg-Essen nutzt die Gebäude auf dem Trabrennbahnareal, damit ihre Studenten dort Klausuren schreiben können. Und auch die IHK mietet dort bei Bedarf Räumlichkeiten an.

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