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Dinslaken: Martin Minten verlässt das Vinzenz

Dinslaken : Martin Minten verlässt das Vinzenz

Der Geschäftsführer des katholischen Krankenhauses übernimmt nach fünf Jahren in Dinslaken neue Aufgaben.

Gut fünf Jahre war Martin Minten als Geschäftsführer am Sankt-Vinzenz-Hospital tätig. Er scheidet zum Monatsende aus und verlässt das Krankenhaus, um im Februar eine neue Aufgabe bei der Dernbacher-Gruppe zu übernehmen. "Etwas außerhalb des Krankenhausbereiches zu machen, das war für mich der Reiz zu wechseln." Der 46-Jährige wird als Geschäftsführer in Gangelt (Nähe Aachen) zuständig sein für die Einrichtungen der Gruppe am linken Niederrhein, dazu gehören unter anderem Alten- und Pflegeheime, Behindertenwerkstätten sowie Jugendhilfeeinrichtungen. Träger der Dernbacher Gruppe, die ihren Sitz in der Nähe von Koblenz hat, ist der katholische Frauenorden "Arme Dienstmägde Jesu Christi". Ein Nachfolger für Minten ist bereits ausgeguckt, doch muss dieser noch Verhandlungen mit seinem bisherigen Arbeitgeber führen. Der Neue, dessen Name nicht genannt wurde, kommt allerdings nicht vor März nach Dinslaken.

Mit dem am Vinzenz in seiner Amtszeit als Geschäftsführer Erreichten ist Martin Minten durchaus zufrieden, wenngleich er nicht mit jeder Arbeit fertig geworden sei, wie er gestern sagte, als er eine persönliche Bilanz seiner Tätigkeit zog. Zu den Bauten (Psychiatrie sowie zwei Privatstationen) kommen das Ärztehaus und der tagesklinische OP-Bereich hinzu. Als richtungsweisend bewertet er die Einführung des neuen Führungsmodells für die Anästhesie, wo es sechs leitende Ärzte gibt. Dass die radiologische Gemeinschaftspraxis vor vier Jahren ans Vinzenz kam, sei sowohl für das Hospital als auch für die Praxis ein lohnender Schritt gewesen. Dass demnächst die chirurgisch-orthopädische Gemeinschaftspraxis vom Bahnhofsplatz ebenfalls ans Vinzenz kommt, freut Minten, der ein Befürworter von Kooperationen (wie mit niedergelassenen Ärzten, dem Evangelischen Krankenhaus Dinslaken, der Klinik Sankt Camillus Walsum) ist und Vernetzungen als zukunftsweisend bezeichnet.

Den wirtschaftlichen Druck sieht Martin Minten im Krankenhausbereich zunehmen. "Wir müssen uns mühen und anstrengen, um positive Ergebnisse zu schreiben." Bislang sei dies bis auf einen Ausreißer gelungen. Die Leistungsentwicklung am Vinzenz sei positiv gewesen. Stets seien mehr Patienten als im Jahr vorher behandelt worden.

Sorgen bereitet dem Geschäftsführer der neue Krankenhausplan des Landes. Denn die Versorgung der Frühgeborenen mit einem Gewicht über 1250 Gramm soll neu geregelt werden. "Da müssen wir aufpassen, dass uns nichts weggenommen wird", sagt Minten. Doch mitdiesem Thema wird sich sein Nachfolger befassen müssen.

(RP)