Dinslaken: Maria-Euthymia-Preis an Ehrenamtler

Dinslaken : Maria-Euthymia-Preis an Ehrenamtler

Der Inner Wheel Club Wesel-Dinslaken-Walsum, die Fotogemeinschaft Objektiv, der Stadtsportverband und die Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern wurden ausgezeichnet.

Die Auszeichnung wird seit 2001 alle zwei Jahre in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport vergeben, zudem gibt es einen Sonderpreis, der keiner der drei Sparten zuzuordnen ist, "den wir als Jury aber dennoch einer Auszeichnung im Sinne von Maria Euthymia für Wert erachten", wie Bürgermeister Michael Heidinger bei der Verleihung im Ratssaal erklärte.

Der "Inner Wheel Club Wesel-Dinslaken-Walsum" wurde im Januar 1999 gegründet, als Pendant zu den Rotary-Clubs, die bis dahin nur männlich besetzt waren. Die aktuell rund 50 Frauen in dem Service-Club - darunter sind seit 2003 auch Frauen ohne Rotary-Verbindung - haben sich drei Ziele gesetzt: die Freundschaft untereinander, soziales Engagement und internationale Verständigung.

"Der Inner Wheel Club nutzt seine vielfältigen gesellschaftlichen Verbindungen, um selbstlose Hilfe möglich zu machen", sagte der stellvertretende Bürgermeister Thomas Groß in seiner Laudatio. Damit leiste der Service-Club einen großen Beitrag für den sozialen Zusammenhalt in Dinslaken.

Die Fotogemeinschaft Objektiv wurde 1987 gegründet. Aktuell verzeichnet sie über 100 Mitglieder. Der Fotoclub bleibe nicht auf sich bezogen und gebe sich nicht mit den wöchentlichen Treffs im ND-Jugendzentrum zufrieden, begründete Heidinger die Auszeichnung in seiner Laudatio: "Seine Arbeit geht auch immer nach draußen und bereichert das Kulturleben der Stadt", sagte der Bürgermeister und hob unter anderem die Landesdiaschau und Landesfotoschau NRW hervor, die die Fotogemeinschaft 2001 beziehungsweise 2006 in die Stadt geholt hatten. "In einer Zeit, in der Fotos fast nichts mehr kosten und die Bilderflut ins Unendliche gewachsen ist, leistet die Fotogemeinschaft eine kulturpädagogische Arbeit par excellence."

Dem Stadtsportverband Dinslaken, dem Dachverband der hiesigen Sportvereine, gehören knapp 70 Vereine an. Ausgezeichnet werde der Verband, so der stellvertretende Bürgermeister Eyüp Yildiz, weil er "ein ganz wertvoller Brückenbauer" sei. "Das Team um Peter Lange hat Vereine und Verbände zusammengeführt, miteinander ins Gespräch gebracht und so das Selbstverständnis als Dachverband noch einmal neu definiert." Er sei eine Interessenvertretung für den Sport in der gesamten Stadt.

Mit dem Sonderpreis wurde dieses Mal die Selbsthilfegruppe "Ich trage dich in meinem Herzen" ausgezeichnet: Sie entstand vor 14 Jahren, damals als Selbsthilfegruppe für "verwaiste Eltern" - für Eltern also, deren Kinder sehr früh verstorben oder gar nicht zur Welt gekommen sind.

Die Gruppe, so Heidinger, sei ein Zeichen für gelebte Mitmenschlichkeit. "Sie schafft einen Raum für Trauer und Erinnerung, der von der reinen Gesetzeslage so nicht vorgesehen ist."

(akw)
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