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Mädchen vor Grundschule in Dinslaken angesprochen – Polizei ermittelt

Im Averbruch in Dinslaken : Mädchen vor Grundschule angesprochen – Polizei ermittelt

Ein Mann soll ein Kind aus dem Auto heraus gefragt haben, ob es ein Eis haben wolle. Die Polizei behält jetzt das Umfeld der Averbruch-Grundschule im Auge. Zugleich wurden die Ermittlungen aufgenommen.

Vor der Averbruchschule in Dinslaken soll ein Mädchen von einem fremden Mann aus einem Auto heraus angesprochen worden sein. Der Vorfall soll sich dem Bericht zufolge am Mittwochmittag gegen 13.20 Uhr vor dem Fußgängerüberweg zur Averbruchschule an der Rosenstraße ereignet haben: Ein Mann habe das Kind gefragt, ob es ein Eis haben wolle. Die Grundschülerin sei daraufhin zu ihrer Mutter gelaufen, die sich in der Nähe befand und den Vorgang beobachten konnte. Das Auto fuhr davon.

Viele Eltern im Stadtteil sind in großer Sorge. Die betroffene Familie erstattete Anzeige und setzte auch die Leiterin der Bruchschule, Stefanie Maurer, über das Geschehen in Kenntnis. Maurer informierte daraufhin am Freitag über den Schulmessenger darüber. Die Kriminalpolizei wiederum hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten hätten schon Kontakt hergestellt und werden zeitnah mit Mutter und Kind sprechen, erklärt Polizeisprecherin Andrea Margraf. Der Fall werde durch ein Spezialkommissariat bearbeitet, das mit Sexualdelikten gegen Kinder betraut werde. „Das sind speziell geschulte Sachbearbeiter, die sich um das Mädchen und die Mama kümmern werden.“

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Ausserdem übernehme der Bezirksdienst der Polizei jetzt „Schulwegsicherung und Aufklärung“ vor Ort. „Der Bezirksbeamte wird die Sache im Auge behalten, und das werden auch unsere Kollegen von der Wache in Dinslaken tun. Sowohl verdeckt als auch offen“, sagt Margraf.

Generell sei es richtig und wichtig, die Polizei einzuschalten, wenn so etwas geschehe. Am besten sogar direkt an Ort und Stelle über den Notruf 110 – dann könne man beispielsweise umgehend eine Fahndung nach verdächtigen Fahrzeugen einleiten.

Sie betont, dass es zwar immer wieder vorkomme, dass sich Vorfälle wie der im Averbruch im Zuge von Ermittlungen letztendlich als harmlos heraus stellten. Es könne aber auch etwas Ernstes dahinter stecken – die Polizei müsse also ermitteln.

Schulleiterin Stefanie Maurer hielte Panik jetzt für die falsche Reaktion. Aber sie bittet Eltern darum, ihre Sinne wach zu halten: „Aufmerksam sein, auf das eigene, aber auch auf andere Kinder sehen und behutsam wahrnehmen, was passiert.“

Der Mann soll laut Polizei ein südländisches Aussehen gehabt haben, er sei 40 bis 50 Jahre alt, hatte ein rundes Gesicht, schmale Augen, eine große Hakennase und eine füllige Figur. Bei dem Auto habe es sich um einen silberfarbenen Mercedes gehandelt, vermutlich eine E-Klasse.

(szf)