Lohbergs Grundschule soll deutlich grüner werden

Planungen fürs Bildungsinnovationszentrum : Lohbergs Schule soll viel grüner werden

Mit Spielhügeln und Freiluft-Klasse aus Natursteinblöcken, Beeten, Baumstämmen und Findlingen auf dem Schulhof soll das Bildungsinnovationszentrum ein neues Gesicht bekommen. Auch am Straßenbild tut sich was.

Trotz der alten Platanen, die das Bild prägen, wirkt der Schulhof der Lohberger Grundschule heute „eher grau statt grün“, stellt die Stadtverwaltung fest. Ein rechteckiger Platz, gebaut in den 50er Jahren, seitdem immer wieder ausgebessert. „Wirklich eher eine Parkplatz-Atmosphäre“, fasst es Jasmin Pätzold von der Stadt Dinslaken in Worte. Kein Rasen, wenig bepflanzte Bereiche, und das Grün der Baumkronen nimmt man von unten nicht wahr: „Relativ trostlos“, so Pätzold. Das soll sich gründlich ändern.

Die Grundschule steckt mitten im großen Umbau zum „Bildungsinnovationszentrum“. Dieses soll, wenn es fertig ist, nicht nur Schule sein, sondern eine feste Anlaufstelle für die Menschen im Stadtteil. Bei der Umgestaltung geht es um schönes, pädagogisch sinnvolles Ambiente und um einen einladenden Charakter, aber auch um ökologische Aspekte. Jasmin Pätzold hat die Ideen, die jetzt im Raum stehen, den Politikern im Bauausschuss des Stadtrates am Montagabend erklärt.

Vor allem sollen die älteren Platanen „vollständig erhalten und besonders im Entwurf berücksichtigt“ werden, heißt es in der Konzeption, die die Stadtverwaltung erstellt hat. Neue Spielflächen werden so gestaltet, dass die Bäume genug Raum, Wasser, Licht und Luft bekommen.

Zwei Spielhügel mit Spielgeräten werden errichtet, in den geplanten Rasenhügel wird ein „grünes Klassenzimmer“ aus Natursteinblöcken gebaut. Klettergerüste und eine Schaukel, die 2016 erst neu beschafft worden sind, bleiben dabei an Ort und Stelle erhalten. Man hatte schon bei der Anschaffung darauf geachtet, dass sie sich in zukünftige Umbauten integrieren lassen würden. Weitere Flächen sollen als Parcours mit Baumstämmen zum Klettern, Findlingen und Sträuchern gestaltet werden.

Zwei ebene Spielfelder mit geschlossenem Bodenbelag, etwa einer Asphaltdecke, soll es weiterhin geben. Sie bieten Platz für alles, wozu ein glatter Grund nötig ist – Ballspiele, Inline-Skaten oder Straßenmalerei zum Beispiel.

Neue Bäume sollen entlang des Hausmeistergartens, im Bereich von Parkplätzen und auf dem Rasenhügel gesetzt werden, und es werden Planzkübel aufgestellt, an denen die Kinder selbst gärtnern können. Auch die Grünflächen an den Straßen rund um die Schule sollen überholt werden: „Ein Teil der Flächen wird im Zuge der Baumaßnahme zerstört oder aufgrund der Neuplanung verändert. Ein zukunftsfähiger Umbau der Flächen ist geplant“, kündigt die Stadt an.

Sieben kleinere Bäume, die derzeit auf dem Schulhof stehen, sollen weichen. Sie könnten sich ohnehin nicht richtig entwickeln, dafür sei gar nicht genug Raum da, erläuterte Jasmin Pätzold. Sie sollen Platz machen für freie Spiel- und Nutzflächen, die Sonne abbekommen. Zudem werden zehn weitere kleinere Bäume an den Straßen im Umfeld der Schule gefällt. Unterm Strich soll es für alle gefällten Bäume an anderen Stellen einen Ausgleich geben: „Insgesamt werden siebzehn kleine Bäume gefällt und neunzehn Jungbäume gepflanzt“, fasst die Stadt es in ihrem Konzept zusammen.

Der Haupteingang soll durch eine Rampe, die seitlich zum Podest der vorderen Treppe führt, barrierefrei werden. Der Zaun um den Vorgarten fällt weg, damit alles offener wirkt. Es gibt an der Grundschule derzeit keinerlei Abstellflächen für Fahrräder. Nun sollen entlang der Zechenstraße, in der Nähe des Eingangs und auch an der Bergmannstraße welche geschaffen werden.

Die Stadt rechnet für den Umbau der gesamten Außenanlagen mit Kosten von 1.080.000 Euro. Zudem soll in der Finanzierungsplanung ein „Sicherheitsaufschlag“ in Höhe von fünf Prozent der Investitionssumme einkalkuliert werden. Der Bauausschuss des Rates hat dem Vorhaben zugestimmt.