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Logistikpark Dinslaken-Barmingholten: UBV will für Klarheit sorgen

Welche Macht hat Dinslakens Politik? : Logistikpark Barmingholten: UBV will für Klarheit sorgen

Kann Dinslaken frei über die Entwicklungen in Barmingholten entscheiden – auch, falls ein Bereich als „Kooperationsstandort“ ausgewiesen wird?

Die Wählergemeinschaft UBV (Unabhängige Bürgervertretung) in Dinslaken will Klarheit darüber erlagen, was die anstehenden Dinslakener Ratsbeschlüsse für oder gegen einen möglichen Logistikpark in Barminholten für den weiteren Planungsprozess bedeuten. Sie hat sich mit einem „Auskunftsersuchen“ an den Regionalverband Ruhr (RVR) gewandt.

„Derzeit spüren wir eine große Abwehrhaltung in der Bevölkerung, und auch im Rat der Stadt findet ein Umdenken statt“, führt die UBV in ihrem Schreiben aus und will wissen: „Wie kann die Stadt Dinslaken den Kooperationsstandort Barmingholten zurückziehen, so dass er nicht mehr als GIBz zur Abstimmung im RVR steht?“ Das Kürzel „GIBz“ steht dabei für ein Gewerbe- und Industriegebiet mit zweckgebundener Nutzung. Der mögliche „Kooperationsstandort“ In Barmingholten umfasst 31 Hektar Fläche, heute überwiegend Wiesen und Felder, die nach den derzeit im Raum stehenden Plänen entsprechend umgewidmet werden sollen.

Weiter erkundigt sich die UBV beim Regionalverband danach, wie der Prozess weitergeht, wenn entweder der RVR selbst den Kooperationsstandort noch ablehnt oder, wenn der RVR ihn zwar weiterhin vorsieht, „aber die Stadt Dinslaken über die nächsten zehn bis 15 Jahre dieses Gebiet nicht als GIBz entwickelt“. Und schlussendlich will die UBV wissen, ob ein Investor eine Genehmigung und Bebauung rechtlich durchsetzen könnte, wenn die Fläche erst einmal den Status als „Regionale Kooperationsfläche“ erlangt hätte. Derzeit gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, inwieweit die Stadt Dinslaken noch entscheiden kann, was aus dem Areal wird, wenn es erst einmal als Kooperationsstandort ausgewiesen ist. Die Bürgerinitiative gegen einen Logistikpark fürchtet, dass die Politik das Heft des Handelns damit faktisch aus der Hand gäbe.

(szf)