Hünxe: Löschzug Hünxe musste im vergangenen Jahr 48 Einsätze fahren

Hünxe : Löschzug Hünxe musste im vergangenen Jahr 48 Einsätze fahren

Feuerwehr stand in 2017 mehrfach vor großen Herausforderungen: Verkehrsunfälle mit Toten, Brände, technische Hilfeleistung.

Zur Jahreshauptversammlung des Löschzugs Hünxe der Freiwilligen Feuerwehr begrüßten Löschzugführer Andreas Schlappa Feuerwehrleiter Heinz-Wilhelm Neuhaus 29 aktive Wehrleute und vier Mitglieder der Ehrenabteilung. Insgesamt hat der Löschzug zurzeit 48 Mitglieder sowie 14 in der Ehrenabteilung.

Das Jahr 2017 hielt viele Herausforderungen für den Löschzug bereit, Zusatztermine und Veranstaltungen. Schlappa hob eine gemeinsame Übung am Institut der Feuerwehr NRW mit Alt- Schermbeck und Hamminkeln hervor, Atemschutzausbildung mit allen Einheiten, Planung und Durchführung des Kreiszeltlagers in Hünxe und die 925-Jahr-Feier der Gemeinde. Diese war für die gesamte Feuerwehr Hünxe ein voller Erfolg. Nach dem Wochenende meldeten sich 32 Feuerwehrinteressierte und somit potenzielle Neumitglieder.

Auch die Jugendfeuerwehr konnte neue Interessenten für sich gewinnen. Der Löschzug Hünxe warb insgesamt sechs neue Mitglieder an: Daniel Pelzer, Christian Hölscher, Nicole Hinterreiter, Alexander Braick, Jan Morgenthum und Frederik Lukassen.

Zuvor wurde schon Alhamdan Faissal in den Löschzug aufgenommen. Hermann Hähnel wechselte von der Ehrenabteilung in die neue Unterstützungseinheit. Er hilft bei den Diensten der Jugendfeuerwehr mit, kümmert sich um die Schlauchpflege des Löschzugs.

Feuerwehrleiter Heinz-Wilhelm Neuhaus betonte in seinem Rückblick zu Einsätzen in 2017: "Man erkennt den demografischen Wandel nun auch in Hünxe."

Zum Stichwort "Person in Wohnung" hätte die Feuerwehr gehäuft ausrücken müssen. Immer mehr ältere Menschen lebten allein, seien Gefahren des Alltags ausgesetzt, die sie nicht mehr allein bewältigen können, und auf Hilfe in Notlagen angewiesen.

Der Löschzug Hünxe stand mehrfach vor großen Herausforderungen. Einsätze bei Verkehrsunfällen, die bedauerlicherweise insgesamt vier Todesopfer forderten. Die Mitgliederwerbung sei ebenfalls ein voller Erfolg, schon im März 2018 starte ein neuer Truppmann-Lehrgang mit mindestens 15 Personen. Auch die Jugendfeuerwehr hatte im Vorjahr zwölf Neuaufnahmen zu verzeichnen. Drei 16-Jährige werden künftig am aktiven Übungsdienstgeschehen teilnehmen. "Es wird auch keinen Aufnahmestopp für die Jugendfeuerwehr geben", berichtete Neuhaus.

Michael Herbrecht, der die Altersgrenze für die Ehrenabteilung der Feuerwehr erreicht hat, hat sich entschieden, der aktiven Wehr noch eine Weile erhalten zu bleiben. Zudem kümmert sich der Revierförster zusammen mit Hermann Hähnel um die Betreuung der Jugendfeuerwehr.

"Der Fuhrpark für die Löschgruppen Bruckhausen und Drevenack wird modernisiert und steht kurz vor der öffentlichen Ausschreibung", erklärte Neuhaus mit Blick auf die Zukunft. Im Jahr 2017 kam es zu insgesamt 48 Einsätzen, dabei waren 563 Wehrleute rund 52 Stunden im Einsatz: bei 13 Brandeinsätzen, sechs Verkehrsunfällen, 18 technischen Hilfeleistungen, zwei GSG-Einsätzen (Gefährliche Stoffe und Güter). Neunmal schlugen Brandmeldeanlagen an, Fehlalarme gab es nicht. 48 Ausbildungs- und Übungseinheiten wurden abgehalten.

Ergebnisse der Neuwahlen: Hauptkassierer: André Rühl; Vergnügungskasse: Wolfgang Hözel, Friedrich Meteling; Kassenprüfer: Jan Morgenthum (neu) unterstützt Kassenprüfer Carsten Roß; Schriftführer: Moritz Salomon; Festausschuss: Carsten Gangelhoff unterstützt von André Rühl, Volker Hülsemann, Maximilian Ideler, Kevin Voßkamp, Jan Wefelnberg und Carsten Roß.

(RP)