1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken

L4n: Initiative schreitet voran, Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe

Stadt Dinslaken will dem Dialog nicht vorgreifen : L4n: Initiative schreitet voran, Stadt weist Kritik zurück

Die Stadt Dinslaken wehrt sich gegen den Vorwurf, sich gegenüber dem Regionalverband Ruhr (RVR) zum Thema „L4n“ zu unkritisch zu verhalten. Aus Sicht der Verwaltung steht im Entwurf des Regionalplans noch nichts, wofür oder wogegen sie in der Sache derzeit Stellung beziehen könnte.

„Es ist zwar vorgesehen, dass es eine L4n geben soll“, begründet Stadt-Sprecher Marcel Sturm. Aber der Trassenverlauf – also, wo genau eine Landstraße denn entlang führen sollte – sei im Konzept schließlich noch gar nicht festgelegt. Darüber müsse der „Dialog“ erst noch geführt werden, und dem wolle die Stadt Dinslaken auf keinen Fall vorgreifen. „Wir würden ja den ganzen Dialogprozess ad absurdum führen, wenn wir jetzt schon sagten, das oder das wollen wir aber nicht“, argumentiert Sturm.

Vielen Dinslakener Gegnern der L4n geht es allerdings nicht um eine exakte Trassenführung. Also nicht darum, ob eine neue Landstraße beispielsweise etwas weiter nördlich oder südlich gebaut wird. Sie wollen ganz generell nicht, dass eine weitere Straßenverbindung quer durch das Naherholungsgebiet an den Tenderingsseen läuft.

Stadt-Sprecher Sturm erneuert die Ankündigung der Stadt, dass der Dialogprozess zu dem Thema „unter Beteiligung aller relevanten Akteure“ – das schließt Politiker und Bürger aus Dinslaken und Hünxe ein – voraussichtlich um Ostern herum starten soll.

  • An einem Baum im Gebiet an
    Die Wählergemeinschaft hat eine Sondersitzung beantragt : UBV stellt sich gegen L4n und will Bürgerbeteiligung
  • Angeführt von Irina Blaszczyk gehen die
    Gegen den Straßenbau im Naherholungsgebiet : L4n: Bürger wollen Politik ins Boot holen
  • Dinslaken : Dinslaken im Mittelpunkt der RVR-Kampagne

Unterdessen haben die Vertreterinnen der Dinslakener Initiative gegen die L4n ihren Widerspruch gegen sowohl die Straße als auch eine Erweiterung der Abgrabungen in dem Bereich an den RVR geschickt. Sie begründen ihre Position ausführlich mit Umweltschutzaspekten und der Funktion des Bereichs als Naherholungsgebiet.

(szf)