Krimiautor Klaus-Peter Wolf liest in Dinslaken aus seinem Roman '"Ostfriesennacht"

Am 11. April : „Ostfriesennacht“ mit Leiche aus Dinslaken

Krimilesung am 11. April: Wenn der Autor Klaus-Peter Wolf im Tribünenhaus der Trabrennbahn aus seinem neuen Roman liest, gibt es auch einen lokalen Bezug.

Wenn in Ostfriesland gemordet wird, ist das Dachstudio Dinslaken zu klein. Mit der Akribie eines echten Serientäters veröffentlicht Klaus-Peter Wolf jedes Jahr einen neuen Fall für Kommissarin Ann Kathrin Klaasen und die Polizeiinspektion und schon mit der selben Regelmäßigkeit macht er auf der musikalischen Lesetour mit seiner Frau Bettina Göschl auch Station in Dinslaken, wo er von einer treuen Fangemeinde erwartet wird. So schnell waren die Veranstaltungen im Dachstudio in den letzten Jahren ausverkauft, dass der nächste Termin am Montag, 11. April, um 19 Uhr nun im Tribünenhaus der Trabrennbahn an der Bärenkampallee 24 stattfindet.

Nun ist die Popularität der Krimis des Wahlostfriesen aus dem Ruhrgebiet gerade in Dinslaken kaum überraschend. Erst einmal ist die Krimireihe ohnehin ein deutschlandweites Phänomen, mit „Ostfriesennacht“ hat der achte Band in Folge die Bestsellerlisten von 0 auf 1 erobert. Und dann bekommen die Krimis inzwischen auch so etwas wie ein Dinslakener Lokalkolorit. Im letzten Buch, „Ostfriesentod“, fand die Dinslakenerin Susanne Kaminski, die seit Jahren die Lesungen für Klaus-Peter Wolf organisiert, als reale Person Eingang in die fiktive Welt am Wattenmeer, die nicht nur dem echten Aurich und Umgebung straßengenau ähnelt, sondern die auch von Avataren vieler echter Bekannter von Klaus-Peter Wolf bewohnt wird. Susanne Kaminski wurde die große Krimi-Ehre zuteil, die Leiche zu finden. Diese unverzichtbaren, aber wenig zu beneidenden Protagonisten sind, verständlicherweise, fiktional. So auch in „Ostfriesennacht“. Es handelt sich bei dem Mordopfer in einer Ferienwohnung um eine Touristin. Und die wird als „Sabine Ziegler“ aus Dinslaken identifiziert.

Dabei hat Klaus-Peter Wolf eigentlich mit seinen Romanenden einen ganzen Landstrich seiner ostfriesischen Wahlheimat ins Scheinwerferlicht geschoben. Gerade in Norden machen die Bürger mit, der reale Konditormeister Jörg Tapper hat sogar eigens zu Wolfs Romanen einen Marzipanseehund kreiert. Dafür bekommt der fiktive Kripochef Ubbo Heide gar einen eigenen Trüffel und an einem Schokokuss für den liebenswerten Rüpel Kommissar Rupert wird gearbeitet, verrät Wolf. Bei jeder Lesung mit dabei ist Bettina Göschl. In den Verfilmungen summt sie den Vorspann, in „Ostfriesensünde“ wurde sie auch während eines Konzerts gefilmt. Sie hat speziell für die Ostfriesenkrimis Lieder geschrieben und diese auch auf zwei CDs veröffentlich.

Und auch das gehört zu den Lesungen von Klaus-Peter Wolf unbedingt dazu: Lieber, als dass er geschriebene Texte vorliest, plaudert er mit dem Publikum über seine mörderische Leidenschaft.

(bes)