1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken

Kreis Wesel: Trickbetrüger am Telefon machen Kasse

Polizei meldet mehrere Fälle Kreis Wesel : Trickbetrüger zocken am Telefon gutgläubige Bürger ab

Betrüger haben am Mittwoch kreisweit Kasse gemacht. Ob es der falsche Polizeibeamte war, der falsche Bankmitarbeiter, die Aussicht auf einen Gewinn oder der WhatsApp-Betrug, die Gauner schöpften alle Mittel aus.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich ein besonders tragischer Fall in Dinslaken: Eine 66-Jährige erhielt eine Nachricht von ihrer angeblichen Tochter über den Messenger Dienst WhatsApp. Die „Tochter“ gab an, ihr Handy sei beschädigt und sie sei in einer Notlage und müsse dringend zwei vierstellige Beträge überweisen. Die Frau überwies sofort den ersten Betrag. Um die zweite Forderung erfüllen zu können, wandte sie sich an ihren Schwager und ihre Schwägerin, die ihr aushalfen und ihr eine vierstellige Summe zur Verfügung stellten.

Als der Betrug schließlich auffiel, war es zu spät. Die Überweisungen waren bereits getätigt. In Voerde fiel eine Frau auf den gleichen Trick herein. Auch sie überwies Geld, im Glauben, ihrem Sohn damit zu helfen.

In Neukirchen-Vluyn überwies ein 71-Jähriger einen Geldbetrag, da er auf einer Internetseite ein vermeintlich gutes Geschäft angeboten bekam. Durch Zahlung einer bestimmten Summe, sollte anschließend ein größerer Gewinn abfallen. Nach der Überweisung war die Seite nicht mehr erreichbar und das Geld weg.

  • Das Symbol des Messengerdinstes Whats App.
    Polizei warnt für Leverkusen : Whats-App-Betrüger erbeutet vierstellige Summe
  • Die Polizei warnt davor, Handwerker zu
    Betrugsmasche in Kaarst : Trickbetrüger in Kaarst unterwegs
  • Die Polzei warnt vor Betrügereien durch
    Schockanruf in Grevenbroich : Grevenbroicherin fällt auf Trickbetrüger herein

In Wesel überwies eine Frau einen größeren Geldbetrag, da ein vermeintlicher Bankmitarbeiter ihr vorgaukelte, dass das Konto gesperrt sei. In den übrigen Städten im Kreis hatten die Täter nach bisherigen Erkenntnissen keinen Erfolg.

Die Polizei rät erneut, niemals Geld zu überweisen, ohne sich vorher persönlich zu erkundigen, ob Angehörige tatsächlich in einer Notlage sind. Sobald jemand Geld fordert, sollte man hellhörig werden und sich keinesfalls unter Druck setzen lassen.

Wer allein sei und sich nicht zu helfen wisse, sollte die Polizei verständigen.