Kreis Wesel soll Konzept erarbeiten CDU und Grüne fordern Alternativantriebe für Busse

Kreis Wesel · CDU und Grüne im Kreistag fordern in Zeiten von „Fridays for Future“ eine Verkehrswende im Kreis Wesel. Sie fordern alternative Antriebssysteme für Busse. Außerdem müsse das ÖPNV-Angebot attraktiver werden.

 In Neuss gibt es bereits Hybridbusse.

In Neuss gibt es bereits Hybridbusse.

Foto: frei

CDU und Grüne im Kreis sind sich – wie so oft – einig. „Der Kreis braucht eine Verkehrswende“, sagt Grünen-Fraktions-Chef Hubert Kück. Kollege Udo Bovenkerk, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreis, nickt. „Uns ist natürlich klar, dass das nicht für lau zu haben ist. Um bis 2030 einen emissionsfreien öffentlichen Personennahverkehr hinzubekommen, müssen neue Fahrzeuge angeschafft, zusätzliche Lokführer und Busfahrer eingestellt werden. Das alles muss natürlich schrittweise passieren“, sagt Bovenkerk.

Kück und Bovenkerk haben am Donnerstag vor Journalisten erklärt, dass in Zeiten von „Fridays for Future“ Busse mit alternativen Antriebssystemen ausgestattet und gleichzeitig die ÖPNV-Angebote attraktiver werden müssen. Damit ihre Wünsche in die Tat umgesetzt werden, soll die Kreisverwaltung zusammen mit Experten und Vertretern der Niag und in Absprache mit den Städten und Gemeinden des Kreises ein entsprechendes Konzept erstellen. Das soll möglichst im Frühjahr 2020 vorliegen und dann als Grundlage für weitere Beratungen dienen. Einen entsprechend formulierten Antrag wollen CDU und Grüne in den nächsten Tagen an die Kreisverwaltung schicken. Bovenkerk und Kück hoffen, dass es ihr Antrag noch auf die Tagesordnung für die Sitzung des Kreistages am 12. Dezember schafft und mehrheitlich verabschiedet wird.

Ob Busse im Kreis Wesel künftig mit Hybrid-, Gas- oder Elektroantrieb unterwegs sein sollen, dazu möchten Kück und Bovenkerk eigentlich nichts sagen. „Das überlassen wir den Experten. Ich kann nur sagen, dass in Gießen mittlerweile alle Busse statt mit Diesel nur noch mit Gas fahren. 2006 wurde mit der Umrüstung dort begonnen“, weiß Hubert Kück.

Und in den Niederlanden habe Mercedes 93 Busse mit Gastechnik an die Verkehrsbetriebe EBS geliefert, die nun in der Metropolregion Rotterdam/Den Haag klimaverträglicher unterwegs seien. „Das zeigt“, betont der Grüne aus Wesel, „woanders geht das. Warum ist das nur bei uns im Kreis alles so zäh?“ Vielleicht erhält Kück ja während der Sitzung des Kreistages am 12. Dezember darauf eine Antwort.

(Klaus Nikolei)
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