Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe unterstützt zwei Voerder Schulen

Gymnasium Voerde und Comenius-Gesamtschule : Schüler erlernen Umgang mit Medien

Die Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe ermöglicht die Durchführung zweier Projekte an Gymnasium Voerde sowie Comenius-Gesamtschule. Die Drogenberatungsstelle der Diakonie und der Verein „Medienmonster“ machen mit.

Kinder und Jugendliche, die das Gymnasium Voerde oder die Comenius-Gesamtschule besuchen, werden nun im verantwortungsvollen Umgang mit Medien unterstützt. Möglich macht dies die Kreaktiv-Bürgerstiftung Rhein-Lippe. Entsprechende erzählten Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann, Kreaktiv-Vorstand Gerhard Wölki und die Schulleiter Ursula Reinartz von der Comenius-Gesamtschule sowie Gerd Kube vom Gymnasium Voerde nun in einem Pressegespräch.

An beiden weiterführenden Schulen werden im ersten Quartal 2019 jeweils zwei Projekte angeboten: „Enter It! – Parcours für Schulklassen zum Thema Medienkonsum“ der Drogenberatungsstelle des Diakonischen Werkes Dinslaken und außerdem das „Tagesschau-Projekt“ des Vereins „Medienmonster“.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass die Kreaktiv-Stiftung mit diesem Angebot an uns herangetreten ist“, sagt Dirk Haarmann. Denn Digitalisierung sei das Thema, das in der heutigen Zeit besprochen werden müsse. Gerade mit Kindern und Jugendlichen. Denn Heranwachsende sollten nicht nur für ihren privaten Umgang mit Medien sensibilisiert, sondern müssten auch lernen, wie sie moderne Medien in Zukunft beruflich nutzen könnten, findet der Bürgermeister. „Und deshalb sind die weiterführenden Schule für uns als Stadt Voerde auch erste Ansprechpartner für diese Projekte gewesen“, erklärt er.

Die beiden Projekte verfolgen unterschiedliche Ansätze. Der „Enter It!“-Parcours der Diakonie hat zum Ziel, dass Schüler der siebten und achten Klassen ihren Umgang mit Medien kritisch hinterfragen und mögliches Suchtpotenzial frühzeitig erkennen. „An insgesamt sechs Stationen setzen sich die Schüler mit Medien und ihren Risiken auseinander“, erklärt Jonas Egelkraut von der Drogenberatungsstelle aus Dinslaken. An der Station „Medienkompass“ sollen die Schüler auf einer Tabelle festhalten, welches Medium sie – WhatsApp, Instagram, Spiele &Co. – wöchentlich, täglich oder sogar mehr als drei Stunden am Tag – nutzen.

Beim „Tagesschau“-Projekt der „Medienmonster“ hingegen sollen Schüler der achten und neunten Klassen Medien kreativ begreifen. „Die Schüler werden dabei lernen, selbst einen Film zu drehen“, erklärt Maik Seehöfer vom Verein. Dieser sei ähnlich nachrichtlich wie die Tagesschau aufgebaut, orientiere sich an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen und greife Dinge aus dem Schulalltag auf. „Die Schüler sollen dabei aber auch lernen, wie leicht sie die Wahrheit verzerren können“, sagt Seehöfer. Ziel sei unter anderem, den Kindern zu zeigen, dass man schon mit simplen Mitteln gute Clips produzieren könne. „Wir benutzen hier keine super-ultra-HD-Kameras, sondern Tablets, die auch jeder zu Hause hat.“

(akw)