Kostenloses Internet in Dinslaken auf dem Vormarsch

Stadt mit Nutzung zufrieden : Bürgerservice kostenloses WLAN

In Dinslaken gibt es auf dem Altmarkt, am Rittertor und Neutor  Router, um kostenlos surfen zu können. Die Stadt Voerde und die Gemeinde Hünxe haben Pläne.

Unterwegs mal eben die nächste Busverbindung suchen, Nachrichten von Freunden lesen oder sich beim Warten die Zeit im Internet vertreiben – mit dem Smartphone ist das mobil möglich, allerdings nur mit entsprechendem Handyvertrag. Schon seit einigen Jahren drehen sich Überlegungen darum, zentrale Orte in den Kommunen mit kostenlosem WLAN auszustatten. In Dinslaken gibt es das schon, in Voerde und Hünxe wird das ebenfalls angestrebt. Eine Übersicht zum Stand der Dinge.

In der Dinslakener Innenstadt ist an drei Standorten ein kostenloser Zugang eingerichtet: seit 2016 auf dem Neutorplatz und am Altmarkt, seit etwas über einem Jahr auch an der Stadtinformation am Rittertor. Für letzteren Hotspot liegen der Stadt noch keine Zugriffszahlen vor, sagt Sprecher Marcel Sturm. Auf dem Altmarkt und Neumarkt müsse je nach Jahreszeit unterschieden werden – im Sommer seien es monatlich im Schnitt 1200 verschiedene Endgeräte, die das WLAN auf beiden Plätzen nutzten, im Winter rund 400. Beliebterer Standort ist der Neutorplatz, auf den 80 Prozent der Zugriffe entfallen. Die dreijährige Testphase an beiden Standorten sei mit Ablauf des Jahres 2018 beendet. „Wir machen das dennoch weiter.“ Aktuell sei es unverzichtbar und ein guter Service für die Bürger. Mit den Zahlen sei man zufrieden.

Die laufenden Kosten für die Router am Altmarkt und Neutorplatz decken Sponsoren ab, am Rittertor übernimmt die Stadt die Kosten. Dinslaken kooperiert bei diesem Angebot mit der Firma „SIB-systeme your-spot“, die sich unter anderem um Haftungsfragen kümmert.

Eine positive Nachricht zum Thema WLAN gab es im Dezember für Voerde: Im Rahmen des Programmes „WiFi4EU“ der Europäischen Union hat die Stadt den Förderzuschlag bekommen, als eine von 2800 Kommunen in Europa, bei mehr als 13.000 Bewerbungen. Die Stadt erhält einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro. Damit sind laut Bürgermeister Dirk Haarmann die Kosten für Hardware und Installation abgedeckt. Zu den Betriebskosten würden aktuell Angebote eingeholt, so der Bürgermeister. Da gebe es verschiedene Modelle.

In Spellen hatte es Bestrebungen der  Bürger-Interessen-Gemeinschaft gegeben, den Spellener Dorfplatz mit einem Hotspot auszustatten. „Der Förderbescheid erlaubt es nun, mehr als einen Ortskern auszustatten“, sagt Dirk Haarmann. Prädestiniert seien neben Spellen noch der Rathausplatz in Voerde, der Marktplatz in Friedrichsfeld und der Platz am Bürgerhaus Möllen an der Schlesierstraße. Voerde strebt ein „tragbares Betreiberkonzept“ an, „die Kosten müssen überschaubar bleiben“.

Ebenfalls um den Zuschuss aus dem Programm „WiFi4EU“ hatte sich Hünxe beworben, im ersten Aufruf aber keinen Erfolg gehabt. Die Unterlagen wurden aktualisiert, nun befinde sich Hünxe „in Wartestellung“, sagt Sven Linda, Mitarbeiter der Verwaltung im Fachbereich Zentrale Dienste, Ratsbüro, EDV, Internet und Personal. In diesem Jahr soll wieder eine Bewerbung möglich sein. Dennoch hält die Gemeinde an dem Plan fest, die Ortskerne in Hünxe, Bruckhausen und Drevenack mit freiem Internetzugang auszustatten. Da würden die technischen und finanziellen Möglichkeiten geprüft, so Linda. Im Ortskern Hünxe sei die Anbindung durch das Rathaus allerdings einfacher möglich, als in Drevenack und Bruckhausen, wo es keine gemeindeeigenen Gebäude gebe.

(acf)
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