Klimademo in Dinslaken: den Protest ernst nehmen

Unsere Woche : Klimademo in Dinslaken – den Protest der Jugend ernst nehmen

Die Dinslakener Jugend zeigt Flagge und ist bereit, für ihre Überzeugung, für ihre Forderung nach effektiverem Klima- und Umweltschutz zu demonstrieren. Nach der ersten „Friday for Future“-Demonstration in Dinslaken, die Mitte März stattfand, gab es gestern die zweite Protestkundgebung dieser Art. Und auch die war – schon wie die erste – beeindruckend.

Das Datum war bewusst gewählt worden, am Freitag vor der am 26. Mai stattfindenen Europawahl wollten die Jugendlichen noch einmal Druck machen, ein deutlich sichtbares Zeichen setzen. Das ist ihnen gelungen. Die Kritiker, die vor Wochen noch sagten, die Jugendlichen würden doch nur auf die Straße gehen, damit sie nicht in der Schule pauken müssen, sollten jetzt verstummt sein. Denn den Jugendlichen war bei ihrem Marsch durch Dinslaken und der anschließenden Kundgebung vor dem Rathaus anzumerken, dass sie es ernst meinen mit ihrem Protest. Sie sorgen sich wirklich um ihre Zukunft, deshalb fordern sie lautstark und auf nicht zu übersehende Weise alle dazu auf, sich für mehr Klimaschutz einzusetzen. Sie wollen nicht schweigend zusehen, wie man ihnen „die Zukunft klaut“. Ein Weiter wie bisher darf es nicht geben.

Diese Jugendlichen und Kinder meinen fordern mit Entschiedenheit ihr Recht auf eine Zukunft ein. An diesem Engagement können sich auch Erwachsene ein Beispiel nehmen und die Jugendlichen unterstützen, denn es geht schließlich um unser aller Zukunft. Der Klimawandel ist kein Hirngespinst, nichts, das erst in ferner Zukunft eintritt, die Auswirkungen erleben wird schon heute.

Orkanartige Stürme, Starkregenfälle bisher nicht gekannten Ausmaßes und länger anhaltende Hitzeperioden haben wir hier in Dinslaken bereits selbst miterlebt. Die zahlreichen Bäume und Sträucher, die während der Gluthitze des vergangenen Sommers vertrockneten, sind ein deutlich sichtbares Zeichen, das allen eine Mahnung sein sollte, die Probleme nicht auszublenden, sondern mit vereinten Kräften an deren Lösung zu arbeiten.

In den Kommunen Dinslaken, Voerde und Hünxe ist der Klimaschutz schon lange angekommen. Sie haben eigene Klimaschutzkonzepte, an deren Umsetzung tagtäglich gearbeitet wird. Sie beschäftigen bereits Klimaschutzmanager oder planen, wie in der Voerder Verwaltung, deren Einstellung. Die Erkenntnis, dass für den Klimaschutz nicht genug getan werden kann, hat sich längst durchgesetzt.

Dabei sehen es die hiesigen Verwaltungen als eine wichtige Aufgabe an, den Bürgern Angebote zu machen, sie zu beraten, ihnen Hilfestellung zu geben, damit es ihnen möglichst leicht gemacht wird, sich umweltbewusst verhalten zu verhalten.

An den Bürgern ist es, diese Angebote zu nutzen und so zum Klima- und Umweltschutz beizutragen und sich für Nachhaltigkeit einzusetzen.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Ihre Meinung? Schreiben Sie eine E-Mail an: dinslaken@rheinische-post.de

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