Dinslaken: Klassik, Rap und Musical

Dinslaken: Klassik, Rap und Musical

Ein abwechslungsreiches Programm hatten die Schüler des Berufskollegs für die Veranstaltung "BK-Kultur" zusammengestellt. Tanz, Musik und Gesang wurden geboten.

Schon bevor das Programm richtig angefangen hat, tönt Musik durch das Forum des Dinslakener Berufskollegs. Andreas Skandy sorgt mit jazzigen Improvisationen auf dem Klavier für eine angenehme Atmosphäre, bis dann schließlich der offizielle Live-Block beginnt. Hier darf der musikalisch vielseitige Pianist dann noch einmal in die Tasten greifen. Allerdings steht mit der "Nocturne cis-Moll" von Frédéric Chopin kein Jazz sondern Klassik auf dem Programm.

Von Mozart bis Rap

Klassisch geht es auch beim "Scherzo" von Antonio Diabelli zu, dass Judith Kammer gemeinsam mit Musiklehrer Christoph Kammertöns vierhändig auf dem Klavier spielt. Und auch ein Menuett von Mozart, dargeboten von den Lehrern Christoph Kammertöns und Beate Krull entführt die Zuschauer noch einmal in die Vergangenheit. Zurück in die Gegenwart geht es dann mit "Misirlou". In bester Dick-Dale-Manier bearbeitet Ingo Köse im Staccato die Saiten seiner E-Gitarre und weckt mit dem Song, der vor allem als Titelmelodie aus "Pulp Fiction" ein Begriff sein dürfte, Erinnerungen an den Kultfilm von Quentin Tarantino. Weiter geht es mit einem Ausflug in die bunte Welt des Musicals, zu dem die Gruppe "Pro-You" das Publikum mit Auszügen aus dem Werk "verliebt-verlobt-verlassen" einlädt.

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Das Leben im Libanon

In Richtung Hip Hop geht es dann mit der Gruppe "Confusion", die eine eindrucksvolle Tanzdarbietung abliefert. Dazu gehört natürlich auch die passende Musik. Die liefern die beiden Rapper Walid Fakhro und Ngonda Gerembaya ab und bieten dabei nicht nur schnellen Sprechgesang, sondern auch eindrucksvolle Texte, die sich mit dem Leben im Libanon beschäftigen. Besonders auftrumpfen kann als Höhepunkt "Stamp!", die Schulband des Berufskollegs. Bei den jungen Musikern geht es richtig rockig zur Sache. Neben Coverversionen der Billy-Talent-Songs "Surrender" und "Nothing to lose" hat die Band mit "Lose myself" ihren ersten eigenen Song mitgebracht. Besonders glänzen können beim Auftritt die beiden Sängerinnen der Gruppe. Svenja Friemel und Annie Menzel, die zuvor schon mit Liedern von Pixie Lott und Pink alleine auf der Bühne gestanden hatten, präsentieren erst mit der Band die ganze Bandbreite ihres Könnens. Und das erstreckt sich von zuckersüßem Gesang der Marke Popmusik bis hin zu kehligen Stimmübungen, die man sonst eher im Bereich des Metal findet.

Viel Applaus vom Publikum gibt es für alle Mitwirkenden.

(RP)