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Voerde/Hünxe: Kirsten Lehmkuhl betreut zwei Archive

Voerde/Hünxe : Kirsten Lehmkuhl betreut zwei Archive

Voerde und Hünxe starten ein weiteres Projekt der interkommunalen Zusammenarbeit. Die 31-Jährige tritt Anfang Januar des nächsten Jahres ihre neue Stelle an und wird dann für die beiden Kommunen tätig sein.

In gut zwei Wochen setzen Voerde und Hünxe ein weiteres Projekt interkommunaler Zusammenarbeit um: Beide können nach einer langen Zeit der Vakanz wieder ihre Archive besetzen. Zum 2. Januar tritt Kirsten Lehmkuhl ihre neue Stelle an, die sich Voerde und Hünxe im Verhältnis 60 zu 40 Prozent teilen. Die neue gemeinsame Kraft stellten die beiden Bürgermeister gestern im Rathaus in Voerde vor. Dort ist Kirsten Lehmkuhl angestellt, die Gemeinde Hünxe zahlt der Stadt den entsprechenden Anteil an den Personalkosten. In Voerde wird sich künftig ein "Tandem", wie es Verwaltungschef Dirk Haarmann beschrieb, um die Archivarbeit kümmern. Das Verwaltungsarchiv ist mit einem 0,5-Stellenanteil intern besetzt worden: Susanne Fölting wird diese Aufgabe übernehmen.

Seit Sommer 2015 hatten Voerde und Hünxe über die interkommunalen Zusammenarbeit im Archivbereich verhandelt. Man habe zunächst in "alle Tiefen" des Steuerrechtes gehen müssen, sagte Haarmann zum langen Vorlauf bis zur Realisierung. Es könnte, wie sein Amtskollege Dirk Buschmann ausführte, sein, dass für Hünxe ab 2020 eine Umsatzsteuerpflicht entsteht. An der Kooperation soll dies aber nicht rütteln, wie es hieß.

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Dass eine derart "qualifizierte" Kraft die Aufgabe des Archivs auch in Hünxe übernimmt, darüber zeigte sich Bürgermeister Buschmann hocherfreut und betonte: "Wir sind sehr, sehr glücklich, von der Initiative der Stadt Voerde profitieren zu können." Sie hatte den Posten im Sommer dieses Jahres ausgeschrieben. Es habe etwas mehr als eine Hand voll "sehr qualifizierter Bewerber" gegeben, resümierte Dirk Haarmann den späteren Auswahlprozess. "Dass Frau Lehmkuhl aus Spellen kommt, ist blanker Zufall", sagte er schmunzelnd. Deren Bewerbung sei die einzige aus Voerde gewesen. Gebürtig stammt sie aus Gummersbach, nach Voerde kam sie der Liebe wegen.

Wie wichtig es ist, ein Archiv vorzuhalten, unterstrich Bürgermeister Haarmann: Es sei eine Lücke für eine Stadt, wenn sie den Bürgern kein Archiv anbieten könne. Vereine, Kirchen, die alle in irgendeiner Form Archivarbeit betreiben, seien auf die Hilfe der Verwaltung angewiesen. "Wir sind froh, diese Lücke schließen zu können." Die Stadt Voerde will ihr Archiv "ein Stück weit öffnen", die Schulen näher heranführen. Und gerade auch, wenn man über ein digitales Dokumentenmanagement nachdenke, sei die Archivarbeit unerlässlich.

Kirsten Lehmkuhl sieht ihre erste Aufgabe darin, die beiden Archive zu sichten, den Bestand aufzunehmen und die Akten zu bewerten. Die 31-Jährige freut sich auf ihre neue Aufgabe.

(P.K.)