Voerde: Kirchengemeinde nimmt Abschied von Pfarrer Weßler

Voerde : Kirchengemeinde nimmt Abschied von Pfarrer Weßler

Der 60-jährige Seelsorger wechselt in die Nachbargemeinde Götterswickerhamm.

Das Evangelische Gemeindezentrum in Friedrichsfeld war vermutlich nur in den seltensten Fällen so mit Menschen gefüllt, wie zum Gottesdienst zur Entpflichtung und Verabschiedung von Pfarrer Christoph Weßler. Die Türen des großen Saals waren geöffnet und trotzdem fanden die Gottesdienstbesucher nur knapp in Sichtweite des Altars Platz. 30 Jahre lang war der Pfarrer Seelsorger in der evangelischen Kirchengemeinde Spellen-Friedrichsfeld und dort vor allem in Friedrichsfeld unterwegs.

Dass er jetzt geht, ist eine große Veränderung. Für ihn und seine Gemeindemitglieder gleichermaßen. In seiner Predigt über den Text aus dem Johannesevangelium, in dem Johannes seine Jünger auf Jesus hinweist, der an ihm vorbeigeht, woraufhin diese ihm folgen, thematisierte Weßler diese Situation. "Veränderungen geschehen. Das ist nun einmal so", sagte der Pfarrer. Es käme nur darauf an, wie man Veränderungen annimmt. Außerdem bedankte er sich bei den Gemeindemitgliedern, die sich über die Jahre hinweg eingesetzt haben, um etwas in der Gemeinde zu bewegen. "Es kommt nicht auf den einzelnen Pfarrer an, sondern es geht um das Größere, was dahinter steht", sagte Christoph Weßler und dankte Gott für die Menschen in seiner Gemeinde. Auch von seinen Kollegen bekam er einige schöne Worte mit auf den Weg, bevor Superintendent Friedhelm Waldhausen ihn von seinen Aufgaben in der Kirchengemeinde entpflichtete.

Seine neue Stelle wird Pfarrer Weßler in der Nachbarschaft antreten. Der 60-Jährige wird ab Mitte September seinen Dienst in der evangelischen Kirchengemeinde Götterswickerhamm aufnehmen, wo er am 8. Oktober eingeführt wird. "Ich freue mich auf die Kollegen und bin gespannt darauf, die Menschen kennenzulernen." Ganz verlassen wird er Friedrichsfeld allerdings nicht. "Ich werde weiter hier wohnen bleiben", berichtet er. Schließlich ist nicht nur er nach 30 Jahren Dienst in der Gemeinde hier verwurzelt, sondern auch seine Frau Inge, die sich als Kirchenmusikerin und im Ehrenamt engagiert. Besonders freute Christoph Weßler sich über die vielen Menschen, die zu seinem Abschied kamen.

(RP)
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