Kölner Spielecircus in Voerde : Manege frei für kleine Artisten

Der Kölner Spielecircus lud die Kinder auf dem Voerder Rathausplatz zum Mitmachen ein.

(cor) Das bunte Zeltdach leuchtete in der Sonne und zahlreiche Kinder übten sich in Jonglage und Geschicklichkeit. „Manege frei“ hieß es auf dem Rathausplatz, der Kölner Spielecircus hatte zum Mitmachen eingeladen und viele Nachwuchsartisten waren mit Begeisterung beim großen Finale der Kinderferientage dabei.

Neben einem Vertrauensparcours, durch den sich die Kinder mit verbundenen Augen führen lassen konnten – kleine Geschicklichkeitsaufgaben inklusive – und einem kleinen Seilgarten gab es natürlich auch eine richtige Manege. Hier konnten die Kinder allerlei Kunststücke mit Diabolo, Flowerstick und Tellerdrehen ausprobieren und lernen. „Die Kinder sind sehr motiviert“, freute sich Sofie Kühl vom Spielecircus. Sie und ihre vier Kollegen zeigten den kleinen Artisten allerlei Tricks in den Workshops, die sich mit Vorführungen, in denen die Kinder das Gelernte dem Publikum präsentieren konnten, abwechselten.

Gerade üben sie das Tellerdrehen. Die sechsjährige Lia balanciert ihren roten Teller schon so sicher auf dem schwarzen Stab, dass sie sich hinsetzen oder hüpfen kann, ohne den Teller zu verlieren. „Das macht Spaß“, sagt sie strahlend und ist kurz darauf eine der Ersten, die sich bei der ersten Nummer der Zirkusvorstellung, dem Wettbewerb im Tellerdrehen, meldet. Dabei stehen sich zwei Kinder gegenüber und müssen abwechselnd den sich drehenden Teller mit dem Stab übernehmen. Wer den Teller gerade nicht hat, dreht sich einmal um die eigene Achse. Das Team mit den meisten Umdrehungen hat gewonnen. Lia und ihr Mannschaftskollege schaffen zwölf Umdrehungen, das zweite Team sogar 18 – das ist aktueller Zeltrekord.

Nancy Ebel und Tochter Lia übten Kunststücke mit dem Diabolo. Foto: FUNKE Foto Services

Auch bei der nächsten Nummer kommt Bewegung in die Manege, als Sophie Kühl mit den Kindern eine Cheerleader-Choreographie improvisiert. Schon der Blick in die strahlenden Gesichter der Pompon schwenkenden Kinder zeigt, mit wieviel Freude und Feuereifer sie bei der Sache sind. Apropos Feuer: Das spielt bei der Nummer mit der Feuerstange eine tragende Rolle. Sofie Kühl hält eine brennende Stange eine Handbreit über den Boden und die Mutigen unter den Nachwuchsartisten dürfen mit Pferdchensprung darüber hüpfen. Einer nach dem anderen nimmt Anlauf und setzt zur Musik von Safri Duo zum Sprung an. Auch Lia ist mittendrin. Ein bisschen Angst habe sie schon gehabt, gibt sie hinterher zu, und aufgeregt sei sie auch gewesen, „aber ich habe es doch gemacht“, sagt sie und ist Feuer und Flamme: „Es war toll!“

Lias Mutter Nancy Ebel ist genauso begeistert wie ihre Tochter und findet es klasse, dass der Spielecircus in Voerde Station macht. „Das ist mal etwas Anderes“, sagt sie. Die Kinder säßen viel zu viel vor dem Fernseher oder Computer, hier könnten sie selbst aktiv werden.

Das wurden sie auch beim nächsten Workshop, bei dem die Flowersticks ausprobiert werden konnten, bevor es für die Artisten wieder hieß: „Manege frei!“

(cor)