Dinslaken/Walsum: "Kind, iss Honig, Honig ist gesund"

Dinslaken/Walsum : "Kind, iss Honig, Honig ist gesund"

Der Imker Harald Bihn bietet Ende September auf dem Hof Emschermündung zwei Seminare an.

In diesen Tagen füllen die heimischen Imker ihre Honiggläser. Wie wertvoll das köstliche Lebensmittel Honig ist, wie das flüssige Gold gewonnen wird und welche Bedeutung Bienen für unser Leben haben, können Interessierte in Kürze in zwei Seminaren erfahren. Der Walsumer Harald Bihn, Vorsitzender des Imkervereins Dinslaken und Umgebung, bietet für Laien zwei Termine an.

Am 23. und 30. September präsentiert er das Hobby auf dem Hof Emschermündung. Interessierte können sich bei der Volkshochschule Dinslaken anmelden. Der Kurs dauert drei Schulstunden (inklusive kurzer Pause).

Honig kennt jedes Kind. Harald Bihn: "Schon unsere Großmütter haben immer gesagt, 'Kind, iss Honig, Honig ist gesund'." Daran hat sich bis heute nichts geändert. Bei Halsschmerzen schwören viele Menschen auf einen Löffel des süßen Nektars in einem Glas warmer Milch. Immer öfter probieren auch Heuschnupfengeplagte, ihre Pein durch die regelmäßige Einnahme von heimischem Honig zu lindern - Stichwort: Desensibilisierung, weil ja Pollen im Honig sind. Und wer Printen backt, weiß Honig als Süß- und Geschmacksstoff zu schätzen.

Harald Bihn und seine 62 Kollegen im Imkerverein bieten ausschließlich den Honig an, den ihre fleißigen Sammlerinnen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Stöcke sammeln. Weiter als zwei Kilometer entfernen sich die Bienen in der Regel nicht von ihrem Zuhause - somit ist sichergestellt, dass sie auch nur an den Blüten naschen, die in ihrem Umfeld vorkommen. Sie sammeln den Nektar von Baumblüten, natürlich auch von umliegenden Feldern. Sie freuen sich über Blumen am Wegesrand und die bunte Pracht in Schreber- und Privatgärten. "In meinem Seminar werden die Teilnehmer umfassend informiert", sagt der Walsumer. Er ist schon lange als Dozent für Imker unterwegs. Unter anderem schult er den Vereinsnachwuchs, der seinen ersten Honig ordnungsgemäß für den Verkauf abfüllen möchte. Außerdem ist er Honigsachverständiger. Mit Laien sind es seine ersten Kurse.

Die Besucher werden in einem theoretischen Teil zunächst über die Imkerei im Allgemeinen und die Herkunft von Honig sowie die verschiedenen Honigsorten informiert. Im zweiten und dritten Teil geht es in die Praxis: Zum einen können die Teilnehmer verschiedene Honigsorten verkosten. Zum anderen geht es direkt zum Bienenstand, wo ein Blick in die Völker möglich ist. Wer sich nicht traut, ganz nah an die Stöcke heranzutreten, kann aus etwas Entfernung zuschauen. Oder in einem Schaukasten das rege Treiben im Stock hinter Glas beobachten. Diejenigen, die sich trauen, können sich die Nase an der Scheibe plattdrücken und aus nur 20 Zentimetern Entfernung zuschauen, wie die fleißigen Insekten durch ein kleines Loch im Rahmen ein- und ausflogen.

Bei dem Seminar wird zudem auf Bienen- und Honigprodukte eingegangen. Bekanntlich werden die Naturstoffe auch im Wellnessbereich eingesetzt, etwa in Cremes, aber auch als Kräftigungsmittel.

(gh)
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