KG "We sind wer dor" feierte Galasitzung im Tribünenhaus an der Trabrennbahn

Karneval-Galasitzung im Tribünenhaus : Jecken feierten eine fröhliche Party

Die KG „We sind wer dor“ hatte am Samstag zur Galasitzung in das Tribünenhaus der Trabrennbahn geladen.

Pünktlich zur närrischen Zeit um 20.11 Uhr eröffnete die Karnevalsgesellschaft (KG) „We sind wer dor“ aus Eppinghoven am Samstagabend gemeinsam mit dem Tambourcorps Voerde und einem großen Helau ihre Galasitzung im Tribünenhaus der Trabrennbahn. Es war der Auftakt zu einem prall gefüllten, gut dreistündigen und abwechslungsreichen Programm aus Tanz, Musik und Comedy, das so vielfältig war wie das Sessionsmotto „Wir sind mehr und kunterbunt, für uns steht Toleranz im Vordergrund!“.

Gemeinsam feierten die Jecken eine fröhliche Party – unabhängig von Herkunft, Nationalität und Religion: Die Eppinghovener Karnevalisten treten dafür ein, jeden Menschen so zu nehmen, wie er ist. Während der Galasitzung hatten die Jecken die Möglichkeit, Fotos mit dem Banner „Dinslaken – ein Ort für Toleranz und Vielfalt“ zu machen und ebenfalls ein Zeichen zu setzen. Die KG habe ein mutiges Motto gewählt, fand der ehemalige Prinz Helge I. – vor elf Jahren der erste homosexuelle Karnevalsprinz am Niederrhein – in seiner Lobrede auf die Regentin Prinzessin Elli I., er kenne keinen Menschen, der mehr „Toleranz und Buntheit“ ausstrahle.

Mit klopfenden Herzen dürften die kleinen Mitglieder der Minifünkchen (drei bis fünf Jahre) und Fünkchen (ab sechs Jahren) auf ihren ersten großen Auftritt gewartet haben. Nach einem Aufruf im vergangenen Jahr kamen 20 Kinder zu der Tanzgarde hinzu, für viele von ihnen ist es die erste Session. Mit Feuereifer und sichtlich viel Spaß waren die Kleinen dabei. Kein Wunder, dass für die Fünkchen die erste Rakete des Abends gezündet wurde. Ihren ersten Auftritt als Tanzmariechen in dieser Session absolvierte Miriam Plasa. Die 18-Jährige ist seit 15 Jahren im karnevalistischen Tanzsport aktiv. Das sah man ihrer gelungenen Choreografie, bei der sie Eleganz, Tempo und ein gutes Gespür für Rhythmus miteinander vereinte, auch an.

Auf den Tanz folgte zunächst Gesang, Jessica Denter lud mit ihren Liedern zum Schunkeln und Feiern ein. Musikalisch wurde es auch bei Ewald, dem Aalhornmann. Mit Wortwitz und Humor erzählte er die Geschichte seines Instrumentes und schickte einen Trabi im Schlepptau eines Ferraris mit 180 Stundenkilometern auf den „Highway to hell“. Für gute Stimmung sorgten auch die Funken mit ihrem leichtfüßigen Gardetanz. Nach ihnen betraten die „schönsten Männer Eppinghovens“, wie Anja Kebaier, erste Vorsitzende der KG, die Herren des Männerballetts ankündigte, die Bühne. In ihren dunklen Anzügen mit den weißen Hemden, Krawatten und Sonnenbrillen stellten sie stilvoll unter Beweis, dass auch männliche Jecken das Tanzbein schwingen können.

Das Highlight des Abend waren aber die Kölsche Harlequins der KG Alt-Köllen von 1883, die schon öfter über die Dinslakener Bühne gewirbelt sind. Auch dieses Mal beeindruckten sie mit ihrem ausdrucksstarken Tanz sowie atemberaubenden Hebefiguren. Egal, wie rasant das Tempo war – die Kölsche Harlequins hatten immer ein Lächeln auf den Lippen und bescherten dem Publikum eine feine Tanzdarbietung. Ohne Zugaben und zwei Raketen ließen die Narren sie nicht von der Bühne.

Zum Schluss heizte Bademeister Mike mit seinen Mallorca-Hits den Jecken nochmal ein und brachte das Tribünenhaus zum Kochen, bevor die Showtanz-Formation „Deja Vu“ der KG „We sind wer dor“ den glänzenden Schlusspunkt unter eine stimmungsvolle Sitzung setzte.

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