Keine Klarheit über Zukunft von Realmarkt Dinslaken

Unsicherheit bleibt : Keine Klarheit über Zukunft von Real-Markt in Dinslaken

Im Zuge des Verkaufs von Real-Märkten gibt es auch über die Zukunft des Standortes in Dinslaken keine Gewissheit. Die Bisherige Mutter der Real-Märkte, die Metro AG, teilte dazu mit, man wolle sich „während der laufenden Verkaufsverhandlungen nicht zu einzelnen Standorten äußern“.

Der Verkauf der Real-Kette an den Immobilienentwickler Redos ist am 10. Oktober vom Bundeskartellamt genehmigt worden. „Die Gespräche laufen weiter“, erklärte eine Metro-Sprecherin. Bekannt ist aber bereits eine weitergehende Planung: Redos will nur einen kleineren Teil der Märkte selbst übernehmen und tatsächlich unter der Marke „Real“ weiterführen. „Ein größerer Teil der Real-Standorte soll an weitere Einzelhandelsunternehmen abgegeben werden“, erläutert Metro.

Als Interessent bereits auf den Plan getreten ist Edeka. „Das Vorhaben wird jetzt geprüft“, stellte die Metro-Sprecherin am Mittwoch fest. „Darüber haben wir die Real-Mitarbeiter gestern per Brief unseres Vorstandsvorsitzenden Olaf Koch informiert.“

Edeka ist an einer „hohen zweistelligen Anzahl“ von Standorten interessiert, wie es seitens des Kartellamtes hieß. Das Unternehmen selbst wollte sich auf Anfrage nicht zum laufenden Prozess äußern.

Für die vielen Beschäftigten an den Real-Standorten ist die Unsicherheit belastend, und es dürfte Wochen dauern, bis sie Genaueres über ihre Zukunft erfahren. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat an diesem Umstand bereits Kritik geübt. Es gibt in ganz Deutschland knapp 280 Märkte. Eine Reihe davon – die Rede ist von etwa 50 – könnten bestehen bleiben, während für etwa 180 weitere nun Käufer gesucht werden sollen. Das bedeutet, dass ebenfalls eine Reihe von Häusern geschlossen werden könnten.

(szf)