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Dinslaken: Keine Alternativangebote für Scholtenhof-Aussteller

Dinslaken : Keine Alternativangebote für Scholtenhof-Aussteller

Bedauern über das Aus für Weihnachtsmarkt in Eppinghoven. Hütten bei Advent an der Burg belegt.

Das Aus für den Weihnachtsmarkt auf dem Scholtenhof, das die Steag-Kraftwerks-Grundstücksgesellschaft als Veranstalterin verkündet hatte, kam für viele unerwartet. So mancher fragt sich nun, ob den Händlern Ausstellungsalternativen in Dinslaken angeboten werden können. "Dass der Weihnachtsmarkt in Eppinghoven nicht stattfindet, ist wirklich schade und hat uns alle überrascht", erklärte gestern Jörg Springer. "Das tut uns allen weh", sagte der Chef der städtischen DIN-Event GmbH. Bei dieser traditionsreichen und über Jahre gewachsenen Veranstaltung kurzfristig mit seinem Team einzuspringen, um sie am Leben zu erhalten, hält er im Augenlick allerdings für nicht möglich. Er zollte den Organisatoren seinen "Respekt vor der geleisteten Arbeit", diese zu übernehmen und weiterzuführen, sei keinesfalls leicht.

Die DIN-Event ist "voll drin" in den Planungen für den Weihnachtsmarkt am Neutor. Ob es möglich sein wird, Ausstellern vom Scholtenhof, um die sich so mancher Weihnachtsmarkt-Veranstalter reißen würde, am Neutor Möglichkeiten anzubieten, dort ihre Produkte zu offerieren, konnte Jörg Springer gestern noch nicht abschätzen. Schon der zeitliche Rahmen sei grundverschieden. Der Neutor-Weihnachtsmarkt laufe über sechs Wochen, der vom Scholtenhof fand an drei Tagen statt. "Wir werden sicherlich über das Thema sprechen und gucken, was möglich ist", erklärte Springer.

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Auch bei der städtischen Wirtschaftsförderung wird das Ende des Weihnachtsmarktes auf dem Scholtenhof bedauert. Die Chancen, einigen Händlern Standplätze bei Advent an der Burg anzubieten, stehen nicht gerade gut. "Wir sind mit den Planungen weit fortgeschritten, alle Hütten sind bereits belegt", erklärte Anke Vancraeyenest von der städtischen Wirtschaftsförderung, die den Weihnachtsmarkt im Burginnenhof organisiert. Nach der Premiere im vergangenen Jahr ist aktuell nicht daran gedacht, diesen Markt zu vergrößern. Perspektivisch könnte er in Richtung Altstadt wachsen, aber erst in späteren Jahren, so Vancraeyenest.

"Das ist ein Einschnitt, der relativ plötzlich gekommen ist und weh tut", erklärte Marc Kriesten, Pressesprecher des Lions Clubs Dinslaken. Die Lions boten auf dem Weihnachtsmarkt Kaffee und Kuchen an und waren mit einen Weinstand vertreten. Durch die Einnahmen kamen allein im vergangenen Jahr rund 5000 Euro für den guten Zweck zusammen. "Das ist nicht der Großteil unserer Spendengelder, die wir einnehmen, aber dennoch ein bedeutender Anteil." Um den Wegfall auszugleichen, sind von den Lions neue Aktivitäten geplant, werden Gespräche mit Event-Veranstaltern in Dinslaken geführt, so Kriesten.

(hsd)