Junge Liberale wollen den ÖPNV in Dinslaken verbessern

Mobilität stärken : Junge Liberale wollen Nahverkehr verbessern

Nachdem es doch recht still um die Jugendorganisation der FDP gewesen ist, wollen die Julis nun wieder aktiver werden.

Nachdem Felix Ülhoff den Vorsitz bei den Jungen Liberalen (Julis) Dinslaken-Voerde-Hünxe übernommen hat, wollen diese nun verstärkt Flagge zeigen. „Wenn es um den Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) und die Mobilität geht, ist in Dinslaken einiges verbesserungswürdig“, findet der 27-jährige Vorsitzende der Julis. Aktuell haben er und sein Stellvertreter Konstantin Noll sich zweier Themen angenommen: Ein Ärgernis sind für sie Ausfälle und Störungen des Aufzugs im Dinslakener Bahnhof, zudem machen sie sich für die Einführung eines Bus-on-Demand-Systems stark.

Zur Mobilität gehört es für Felix Ülhoff, dass der Bahnhof und die Bahnsteige über einen barrierefreien Zugang verfügen. „Die Barrierefreiheit ist ein Muss“, sagt er. Täglich werde der Bahnhof von vielen Pendlern genutzt, darunter befänden sich auch Rollstuhlfahrer, gehbehinderte Menschen sowie Frauen mit Kinderwagen, die auf den Personenaufzug im Bahnhof angewiesen seien. Doch gebe es zu viele Ausfälle und Störungen. Nach den Erfahrungen von Ülhoff sei der Aufzug oft kaputt und deshalb nicht nutzbar. Zudem hat der Vorsitzende den Eindruck gewonnen, dass sich niemand so richtig darum kümmere, wenn der Aufzug mal wieder nicht funktioniere. „Wir wissen, dass die Zuständigkeit bei der Deutschen Bahn liegt, dennoch kann es nicht sein, dass man sich drauf ausruht“, kritisiert Ülhoff und fordert in dieser Angelegenheit mehr Engagement von der Stadt Dinslaken.

Die Julis haben einige Forderungen aufgelistet, die im Sinne der Nutzer des Bahnhofsaufzuges umgesetzt werden müssten. Eine Telefonnummer für den Fall einer Störung müsse außen angebracht werden, nicht nur in der Fahrstuhlkabine. Neben der Notfall-Hotline sollte die Rufnummer der kommunalen Behindertenbeauftragten angegeben werden, die sich dann der Problematik annehmen und gegenüber der Bahn dranbleiben sollte. Weiterhin wird der Einbau einer Video-Kamera gefordert, um Vandalismus vorzubeugen. Von der Verwaltung wird erwartet, dass diese mehr Druck auf die Bahn ausübt, damit die Ausfälle des Personenaufzuges auf ein Minimum reduziert werden.

Felix Ülhoff (rechts), Vorsitzender der Julis, und sein Stellvertreter Konstantin Noll machen sich für eine verbesserte Mobilität stark. Foto: Heinz Schild

„Beim Öffentlichen Personen-Nahverkehr in Dinslaken kann noch einiges verbessert werden“, sagt Felix Ülhoff. Ihm schwebt ein Bus-on-Demand-System vor, wie es die DVG in Duisburg praktiziere. Über eine spezielle App können dort Fahrgäste an bestimmten Tagen und zu bestimmten Zeiten einen Kleinbus anfordern. „Die Strecke wird digital geplant und es gibt weder feste Fahrpläne noch vorgegebene Linien“, erläutert Ülhoff. „Das muss es auch für Dinslaken geben“, fordern die Julis. „Gerade für junge Menschen ist es wichtig, auch nachts flexibel und sicher von A nach B zu gelangen. Die Mobilität der Zukunft muss in einer zentral gelegenen Stadt wie Dinslaken gegeben sein.“ Das Angebot eines Busses auf Abruf sollte nach Ansicht der jungen Liberalen vermehrt an den Wochenenden sowie zu Zeiten gelten, an denen die Busse sonst kaum fahren. Von der Kommune wird erwartet, dass diese sich mit der Niag in Verbindung setzt und die Einführung des Busses auf Anforderung per App anstößt.