Voerde/Hünxe: Junge Feuerwehrleute voll im Einsatz

Voerde/Hünxe : Junge Feuerwehrleute voll im Einsatz

42 Nachwuchseinsatzkräfte aus Voerde und Hünxe probten am vergangenen Samstag bei einer 24-Stunden-Übung den Ernstfall auf einem Bauernhof. Es war das erste Mal, dass ein Einsatz gemeinsam gefahren wurde.

In der Feuerwache Voerde geht von der Leitstelle der Alarm ein. Eine Verpuffung und mehrere vermisste Personen werden gemeldet. Allerdings sind es nicht die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die auf die Einsatzmeldung reagieren. Stattdessen verteilen sich 26 Jugendliche auf die Einsatzfahrzeuge und machen sich, natürlich mit einem erwachsenen Feuerwehrmann am Lenkrad, auf den Weg zum Einsatz. Dieser ist Teil der 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehr und führt über die Stadtgrenze hinaus nach Hünxe. "Das ist das erste Mal, dass wir in der Jugendfeuerwehr gemeinsam einen Einsatz mit Hünxe fahren", erklärt Jugendfeuerwehrwart Sebastian Lindenkamp. Daher geht es auch nicht direkt zum Einsatzort, sondern erst einmal zur Hünxer Feuerwache. "Dort gibt es eine kurze Besprechung, um die Einsatzkräfte zu koordinieren. Das würde bei einem Ernstfall wie einem Großeinsatz auch so passieren", erklärt Lindenkamp weiter.

Schließlich fährt der Konvoi aus Voerder und Hünxer Einsatzfahrzeugen zum Ort des Geschehens. Auf dem Gelände eines Bauernhofs quillt Rauch aus einem Gebäude. Die Feuerwehrfahrzeuge werden strategisch um das Gebäude geparkt, die Jugendlichen sitzen ab und erhalten ihre Anweisungen. "Es sollen schließlich alle etwas zu tun haben", sagt Lindenkamp.

Die Trupps von zwei der Fahrzeuge stellen eine Wasserversorgung her. Andere verlegen Schläuche, um das Gebäude zu kühlen und ins Innere der künstlich vernebelten Scheune vorzudringen. "Wir haben heute keine Atemschutzmasken dabei, tun aber so, als wären sie im Einsatz", erklärt Sebastian Lindenkamp den Einsatz der Jugendfeuerwehrleute an der Scheune. Schnell sind die Personen (heute mal mit Puppen simuliert), die sich noch im Gebäude befinden, aus diesem befreit und werden versorgt. Mittlerweile ist auch die Drehleiter der Voerder Feuerwehr im Einsatz, nun kann das Gebäude von oben gekühlt werden. Nebenan wird ein Container mit Holz in Brand gesetzt. Mit Löschschaum sollen die Jugendlichen hier dem Feuer begegnen. Binnen Minuten, nachdem die ersten Flammen aus dem Container schlagen, ist dieser mit einem Schaumteppich bedeckt und die Flammen sind gelöscht. Eine gute halbe Stunde dauert es, bis die 42 Jugendfeuerwehrleute (26 aus Voerde, 16 aus Hünxe) nach ihrer Ankunft die Situation unter Kontrolle haben. "Man bespricht den Einsatz kurz noch unter den einzelnen Trupps aus den Fahrzeugen. Schließlich kann man auch aus kleinen Fehlern lernen", sagt Sebastian Lindenkamp. Während das an der Übung beteiligte Jugendrotkreuz für die Verpflegung sorgt, lobt Lindenkamp den Nachwuchs. "Ich bin echt zufrieden mit ihnen, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie sich in einem 24-Stunden-Dienst befinden", so der Jugendfeuerwehrwart. Er weiß: "Der nächste Einsatz lässt heute sicher nicht lange auf sich warten."

(RP)