Dinslaken: Jugendliche stark machen gegen Süchte

Dinslaken : Jugendliche stark machen gegen Süchte

Am Otto-Hahn-Gymnasium lernen Siebtklässler, wie Suchtgefahren reduziert werden können.

Die siebten Klassen am Otto-Hahn-Gymnasium haben vor den Osterferien am Präventionsprojekt "Stark gegen Süchte" teilgenommen. Das Projekt wird an der Schule jedes Jahr erneut mit den Jahrgangsstufen 7 durchgeführt, um bei den Jugendlichen den Einstieg in den Suchtmittelkonsum zu verzögern beziehungsweise zu verhindern und bereits konsumierende Mädchen und Jungen bei ihren Ausstiegsversuchen zu unterstützen.

An drei Tagen lernten die Schüler in kleinen Gruppen, welche Faktoren die Entstehung von Süchten begünstigen und wie Suchtgefahren reduziert werden können. Ziel des Projektes ist nicht nur, die Jugendlichen über die Gefahren von verschiedenen Suchtmitteln zu informieren, sondern auch, die Mädchen und Jungen ihre eigenen Verhaltensmuster reflektieren zu lassen. Ebenfalls sollen die Schüler durch das Projekt verschiedene Strategien erlernen, mithilfe dener sie Alltagsprobleme besser bewältigen können.

Fester Bestandteil des Projekts sind neben kreativen Arbeiten und Diskussionen auch praktische Übungen wie der "Rauschbrillenparcours". "Dabei wird den Schülern unter Verwendung einer speziellen Brille an verschiedenen Stationen eindrucksvoll verdeutlicht, dass Alkoholeinfluss die Sinneswahrnehmung beeinträchtigt", erklärt Lehrerin Corina Sträßer, die Gesundheits- und Suchtbeauftragte am Otto-Hahn-Gymnasium. Beim "Rauschbrillenparcours" machen die Siebtklässler unter anderem die Erfahrungen, welche Schwierigkeiten es bereitet, unter Alkoholeinfluss zum Beispiel ein Fahrradschloss zu öffnen, einen Ball zu fangen oder auf einer geraden Linie zu laufen.

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Dass vielen Schülern die drastischen Gefahren von Alkohol nicht klar seien, werde immer wieder deutlich, sagt Sträßer. Deshalb sei unter anderem die Aufklärung über das Rauschtrinken ein wesentlicher Projektbaustein.

Der Höhepunkt des dreitägigen Präventionsprojektes war die Theateraufführung "Krasser Stoff" am letzten Tag. In dem Stück stellten zwei Schauspieler der "Galli Theater Company Koeln", selbst erst 18 und 22 Jahre alt und mit eigener Suchtvergangenheit, die Gefahren von riskantem Alkoholkonsum eindrucksvoll auf der Bühne dar.

In den Workshops, die anschließend in den Klassen stattfanden, griffen die Schauspieler schließlich einzelne Szenen erneut auf, stellten sie gemeinsam mit den Schülern nach und sprachen mit den Jugendlichen darüber.

Vielen Schülern, sagt Lehrerin Corina Sträßer, seien die Gefahren von Alkohol und anderen Drogen hierdurch viel bewusster geworden. Die Siebtklässler waren sich einig, dass die drei Tage sehr lehrreich waren.

Und eine interessante Abwechslung zum Schulalltag waren sie selbstverständlich auch.

(RP)
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