Dinslaken/Duisburg: Jugend forscht: OHG-Schüler erfolgreich

Dinslaken/Duisburg : Jugend forscht: OHG-Schüler erfolgreich

Im Bildungszentrum von ThyssenKrupp in Duisburg stellten 47 junge Leute wissenschaftliche Projekte vor. Zwei OHG-Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums sind unter den Preisträgern.

In einer großen Halle sind die Stände des Wettbewerbs aufgebaut. Zum 33. Mal ist das Unternehmen ThyssenKruppe Steel Europe Gastgeber von "Jugend forscht". "Wir haben hier einen verlässlichen Partner gefunden, der sich bemüht, alles für den Wettbewerb zu tun", erklärt Dr. Claudia Lilie, Wettbewerbsleiterin des Regionalwettbewerbs in Duisburg. Wer sich einen der ersten Plätze sichert, rückt vor in die nächst höheren Bereiche des Forscherwettbewerbs. Allerdings sind alle jungen Teilnehmer schon Gewinner — denn durch ihre Arbeiten an den unterschiedlichen Forschungsprojekten haben sie Erkenntnisse und Einsichten gewonnen, die über den normalen Wissensstand hinausgehen dürften.

"Viele der Teilnehmer sind Wiederholungstäter. Sie haben sich mit dem Jugend-forscht-Virus infiziert, und das ist eine chronische Erkrankung", erzählt Dr. Claudia Lilie. Die Arbeiten der Jungforscher sind dabei bunt gemischt. Es gibt zwar einige Projekte, die auf rein theoretischen Überlegungen beruhen und noch nicht in die Praxis umgesetzt sind — die meisten Ideen verfolgen allerdings konkrete Problemstellungen und praktische Anwendungsbereiche. "Wir profitieren als Unternehmen nicht nur dadurch, dass wir über den Wettbewerb hochqualifizierte Mitarbeiter für unseren Betrieb gewinnen", erklärt Thomas Schlenz vom Vorstand der ThyssenKrupp Steel Europe. "Einige Erkenntnisse aus den Projekten lassen sich direkt umsetzen."

Wie etwa die Entdeckung, die der Hünxer Christian Simson (Auszubildender von ThyssenKrupp) mit seinem Arbeitskollegen Luca Prestia machte. Die beiden fanden eine Möglichkeit, die Energieeffizienz bei Hydraulikanlagen zu erhöhen. "Damit können wir Energie in einer Größenordnung von 30 000 Kilowattstunden im Jahr einsparen", erklärt Thomas Schlenz. Immerhin der Energiebedarf von zehn durchschnittlichen, deutschen Haushalten. Ums Energie sparen dreht sich auch das Projekt des Hünxers Alexander Zinkner (ebenfalls Auszubildender bei ThyssenKrupp), der sich Gedanken darüber gemacht hat, wie man Heizungsanlagen effizienter regeln könnte. Der aus Voerde kommende Issa Hammo (Elektroniker im Unternehmen) hat gemeinsam mit seinem Kollegen Tobias Dierking einen Roboter gebaut, der automatisch Hindernissen ausweichen kann.

Zu den innovativsten Projekten des Wettbewerbs zählt die Idee von Max Kappalla und Philipp John: Die beiden Schüler des Dinslakener Otto-Hahn-Gymnasiums haben ein Verfahren entwickelt, um in Straßenkehricht gebundene Edelmetalle aus Katalysatorstäuben zurückzugewinnen. Und dafür sprach ihnen die Jury gestern einen zweiten Preis sowie einen Sonderpreis Umwelttechnik zu.

(fla)
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