„Internationale Niederrhein Classic 2018“

Voerde : Betagte Schönheiten in Lack und Chrom

Die Oldtimer-Rallye „Internationale Niederrhein Classic 2018“ startete in Voerde

Der Platz vor dem Voerder Rathaus ist vollgestellt mit Oldtimern. In Reihen parken hier alte Schätze, vom Straßenkreuzer bis hin zum sportlichen Oldie und warten auf ihren Einsatz. Denn bei der „Internationalen Niederrhein Classic 2018“ veranstaltet von der Niederrheinischen Oldtimergemeinschaft Schermbeck und Westfalen, geht es durchaus sportlich zur Sache. Erstmal steht allerdings das Hinschauen im Vordergrund.

Zum Start der Rallye um 10 Uhr haben sich einige Zuschauer am Rathausplatz versammelt und bewundern die zahlreichen Fahrzeuge. „Es ist schon eine Augenweide, so viele Oldtimer im topgepflegten Zustand hier zu sehen“, sagt Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann, der die Rallye offiziell eröffnet. „Man sieht hier auch einige Modelle, die man sonst nicht so häufig zu sehen bekommt“, erklärt der erste Bürger der Stadt mit Blick auf einen Opel Kadett A. „Das Auto kenne ich noch aus meiner Kindheit. Da hat man die noch öfter über die Straße fahren sehen“, sagt er.

Überhaupt gibt es hier einige Modelle, die Blicke auf sich ziehen. So gleitet etwa ein „Phantom“ des Automobilherstellers Johnson an den Zuschauern vorbei, ein in Kleinserie gebautes Fahrzeug und damit eine Rarität. Auf dem Rathausplatz lehnt derweil Hans-Ulrich Fiegel an seinem MGA 1600 MK1 Roadster und wartet auf den Start. Er ist extra aus Düsseldorf nach Voerde gekommen, um an der Rallye teilzunehmen. „Wir haben Spaß daran, immer mal neue Strecken mit dem Oldtimer zu fahren und schließlich müssen die Autos auch bewegt werden, sonst stehen die sich kaputt“, sagt er. Bis zu 25 Rallyes fährt er, gemeinsam mit seiner Frau Gaby, in der Saison zwischen April und Oktober. „Das meine Frau das mitmacht ist das Schönste für mich“, sagt der 68-Jährige. Dabei hat er durchaus sportliche Ambitionen bei der Ausfahrt. „Ohne Ehrgeiz geht es nicht. Da könnte man auch gleich spazierenfahren“, sagt er.

Doch bei der Rallye gilt es, verschiedene Aufgaben zu lösen, je nachdem in welcher Klasse die Teams in den Oldtimer starten. „Die Teilnehmer müssen natürlich alle die Strecke nach Karte richtig fahren. Dazu gilt es Fragen zur Strecke zu beantworten“, erklärt Thomas Großjohann vom Vorstand der Niederrheinischen Oldtimergesellschaft Schermbeck und Westfalen das Prinzip. Dabei gibt es leichtere Aufgaben für die touristischen Fahrer und schwierigere für jene, die sportlich antreten. Gut 130 Kilometer lang ist die Strecke, die von Voerde über Schermbeck und Raesfeld nach Groß Reken führt. „Wir erwarten die ersten Teilnehmer gegen 16 Uhr am Ziel“, sagt Thomas Großjohann.

2012 wurde der Verein in Schermbeck gegründet, versteht sich allerdings als überregionaler Club. 

www.nosw-oldtimer.de

(fla)
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