Im Lohberger Ledigenheim können Arbeitsplätze auf Zeit gemietet werden

Besonderes Angebot in Lohberg : Im Ledigenheim Arbeitsplätze auf Zeit anmieten

Stiftung bietet Freiberuflern, Studenten oder Gründungswilligen ein Mietangebot der besonderen Art: ein Coworking-Space.

Zur Einweihung des ersten Dinslaken-Coworking-Space konnten am Donnerstag Abend Hans-Karl Bellinghausen und Janet Rauch von der Stiftung Ledigenheim nicht nur Bürgermeister Michael Heidinger, Ideengeber und Unternehmer des Ledigenheimes, sondern auch zahlreiche an Coworking Interessierte begrüßen.

Was genau versteht man unter Coworking? „Eigentlich sind das Arbeitsplätze, die flexibel vermietet werden. Das kann stundenweise, tageweise, im Wochen- oder Monatsrhythmus sein“, erläutert Janet Rauch den Gästen den Begriff.

Bereits vor einigen Jahren sei ihnen die Idee gekommen, ein Büro mit eingerichteten Internet-Arbeitsplätzen anzubieten, erzählt Rauch. Doch das Ledigenheim ist komplett ausgebucht, erst im vergangenen Jahr wurden die Räume einer Tierarztpraxis frei, sie eigneten sich ideal für ein Coworking-Space. Zehn Arbeitsplätze stehen an der Steigerstraße 13 nun Coworkern zur Verfügung. Der Laptop und ein Handy müssen mitgebracht werden, alles andere an Büromaterial steht zur Verfügung, darunter ein Konferenzraum. Auch eine kleine Küche beinhaltet das Angebot der Stiftung Ledigenheim. Abschließbare Spinde stehen ebenfalls zur Verfügung.

„Gerade für Freiberufler, Studenten oder Neugründer bieten sich die Arbeitsplätze an“, sagt Rauch und zählt sogleich die Vorteile auf: kein Risiko, hohe Professionalität, schnelles Internet, eine gute Geschäftsadresse, wenig Kosten. Und durch die Nähe zu anderen können sich schnell Netzwerke und Kooperationen bilden.

Larissa Schwarz und Bastian Brünen sind die ersten Coworker, die sich einen Arbeitsplatz angemietet haben. Bastian Brünen ist Gesellschafter eines Unternehmens im Bereich Brand- und Wasserschaden mit 28 Mitarbeitern. Eine neue Niederlassung für den Bereich des rechten Niederrheins sollte eingerichtet werden. „Ich habe mich hier im Bereich umgeschaut und bin auf das Ledigenheim gestoßen. Doch ein Büro ist erst ab Mai zu bekommen, darum hat man mir erst einmal den Coworking-Arbeitsplatz angeboten. Eine gute Alternative“, meint Brünen.

Larissa Schwarz schreibt Liebesromane und Geschichten über ihre Katze. Sieben Bücher hat sie bereits veröffentlicht. „Ich habe bislang von zu Hause aus geschrieben, doch mitunter wurde das Spülen wichtiger als das Schreiben. Das Telefon schrillt, man kocht – zu Hause gibt es ständig Ablenkungen. Hier hingegen kann ich ohne Störung von außen arbeiten“, erzählt sie. Auch die Umgebung biete nicht gerade viele Möglichkeiten, sich ablenken zu lassen. Ein weiteres Plus, im Gegensatz zum Schreiben im Café oder der Wohnung: sie könne hier den Arbeitsplatz von den Steuern absetzen. „Ich bezahle für den Raum, also nutze ich ihn auch ganz anders, viel intensiver. Man geht anders mit seiner Zeit um“, versichert Larissa Schwarz.

(big)
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