Voerde: Hundezählung schnell umsetzen

Voerde : Hundezählung schnell umsetzen

Voerder Verwaltung wertet zunächst Varianten für eine Bestandserfassung unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit aus. Fest steht: Hundehalter müssen mit Wirkung zum 1. Januar 2018 tiefer in die Tasche greifen.

Drei Wochen ist es jetzt her, dass der Stadtrat mit den Stimmen von SPD und Grünen den Schlusspunkt unter eine langwierige und kontrovers geführte Debatte setzte: Neben einer Anhebung der Hundesteuer, gegen die allen voran die CDU - unterstützt von WGV, FDP und Ratsherr Hans-Peter Bergmann (fraktionslos) - zu Felde gezogen war, stellten beide Fraktionen auch die Weichen für eine Hundezählung.

Die hatten die Christdemokraten anstelle einer höheren Abgabe für Bello und Co. beantragt, sie scheiterten jedoch mit ihrem Ansinnen. Nun also kommt beides: Hundehalter müssen mit Wirkung zum 1. Januar 2018 tiefer in die Tasche greifen und die Bestandsaufnahme ist ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen. Plan der Verwaltung ist es, den Ratsbeschluss "so schnell wie möglich umzusetzen", kündigt Ordnungsdezernentin und Kämmerin Simone Kaspar an.

Eine konkrete Zeitschiene jedoch kann sie im Moment noch nicht benennen. Aufgabe sei es nun zunächst einmal, die möglichen Varianten für eine Hundezählung "unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit" auszuwerten. Ein externes Unternehmen soll den aktuellen Hundebestand erfassen. Die Stadt wird über die Zählung vorher informieren, in welcher Form sei noch nicht klar.

Als das Thema im Zuge der Diskussion um eine höhere Hundesteuer aufkam, fragte die Verwaltung bei zwei Firmen Angebote ab. Eines konnte sie in der Drucksache für die Ratssitzung am 12. Dezember darstellen, von dem zweiten Unternehmen hatte es bis dahin keine Rückmeldung gegeben.

Die Firma, die Auskunft gab, bietet drei Möglichkeiten der Preisgestaltung an: Die Abrechnung erfolgt pro besuchtem Haushalt, alternativ zahlt die Stadt pro besuchtem Haushalt einen halb so hohen Betrag und dafür zusätzlich eine Erfolgsprämie pro neu zu registrierendem Hund, wobei hier in der Höhe zwischen Erst- und weiterem Hund unterschieden wird. Die dritte Variante beinhaltet eine Abrechnung rein auf Basis des erzielten Erfolges - in dem Fall wäre die Summe dann jeweils doppelt so hoch wie bei Alternative zwei. Die Verwaltung wird, wie Kaspar erklärt, weitere Angebote einholen.

(P.K.)