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Hünxe: Polizei stellt Verdächtigen nach Vandalismus bei der Jagd

Hünxe : Vandalismus bei der Jagd - Polizei hat Verdächtigen

Ende Januar war in Hünxe das Auto einer Jagdtreiberin zerstört worden. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen.

Der Fall hatte Ende Januar für Schlagzeilen gesorgt: Der Hünxer Jäger Michael Helmich hatte eine kleine Jagd gegen Wildschweine angekündigt; nachdem er an einem Samstag mit einer seiner Treiberinnen das Revier verließ, war das Auto der Treiberin zerstört. Die Windschutzscheibe war eingeschlagen, der Seitenspiegel zertrümmert, die Kühlerhaube zerbeult. 1000 Euro betrug der Sachschaden, immer wieder soll der Täter mit einem Holzklotz und Stock auf den Pkw geschlagen haben. Helmich, der auch CDU-Politiker im Ort ist, war sich gleich sicher: Es müssen Jagdgegner gewesen sein.

Dieser Verdacht könnte sich nun konkretisieren. Wie die Polizei gestern mitteilte, hat sie einen Tatverdächtigen. Weitere Hinweise auf die Person wollte die Polizei auf Anfrage öffentlich nicht geben; nach Informationen unserer Redaktion hatten die Jäger direkt nach der Tat schon einen Mann flüchten und in einem Haus verschwinden sehen.

Michael Helmich zeigte sich gestern von der Nachricht überrascht. "Ich habe bisher noch nichts erfahren." Er war sich Ende Januar gleich sicher, dass es Jagdgegner gewesen sein müssen, die den Pkw mutwillig zerstörten. Schließlich hatte Helmich mit einem Schreiben an Anlieger zuvor darauf aufmerksam gemacht, dass er im Revier Hünxer Heide an jenem Tag zur Drückjagd unterwegs sein würde - als Warnung.

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Die Nachricht des Tatverdächtigen machte die Polizei gestern am Rande eines Treffens zwischen Landrat Ansgar Müller, Chef der Kreispolizeibehörde, dem Hünxer Bürgermeister Buschmann und dem Verwaltungsvorstand öffentlich. Dabei ging es um Sicherheitsfragen. Müller besuchte das Hünxer Rathaus mit Kriminaldirektor Roland Wollf, stellvertretender Abteilungsleiter Polizei und dem Leiter der Polizeiwache Hünxe, Polizeihauptkommissar Klaus Herbst.

Für Hünxe positiv: 2017 hat es deutlich weniger Straftaten gegeben als noch 2016, gleichzeitig konnten die Beamten mehr Straftaten aufklären. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zurück gegangen, ebenso Diebstähle an und aus Kraftfahrzeugen. Hatten sich im Vorjahr noch 523 Unfälle ereignet, so waren es 2017 insgesamt 438, wenn auch die Anzahl der Verletzten von 59 auf 72 Personen anstieg. Tragisch: Vier Personen starben bei Unfällen.

(sep)