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Hünxe: Polizei erschießt Dobermann bei Reichsbürger-Razzia

Großeinsatz in mehreren Städten : Polizei erschießt Dobermann bei Reichsbürger-Razzia in Hünxe

Mit einer Razzia in sieben Objekten ist die Polizei am Mittwoch in Hünxe, Voerde, Dinslaken und Essen gegen einen der sogenannten Reichsbürgerbewegung nahe stehenden Verein vorgegangen. Bei dem Einsatz erschoss die Polizei einen Dobermann.

Nach Angaben der Ermittler sind sechs Wohnungen in Voerde, Dinslaken und Essen sowie der Sitz des Vereins für bioenergetisches Leben in einer ehemaligen Gaststätte in Hünxe durchsucht worden. Ermittelt werde wegen Betrugs und illegalen Waffenbesitzes.

An den Durchsuchungen in Essen und Hünxe seien auch Beamte von Spezialeinsatzkommandos beteiligt gewesen, erklärte die Polizei. "Diverse Kommunikationsmittel und schriftliche Unterlagen" sowie "drei Schusswaffen, darunter eine Schrotflinte, griffbereit neben der Eingangstür", seien bei den Einsätzen beschlagnahmt worden. Auch "selbst gebaute Schussapparate, Schwarzpulver und Munition" fanden die Beamten demnach.

Darüber hinaus vollstreckte die Polizei nach eigenen Angaben zwei Haftbefehle aus anderen Verfahren gegen einen 53-jährigen Tatverdächtigen und seine 52-jährige Ehefrau. Der Mann leistete demnach bei der Festnahme Widerstand und musste ärztlich behandelt werden, die Frau erlitt einen Schock. "Einen angriffslustigen Dobermann mussten die Polizisten zu ihrer eigenen Sicherheit erschießen", erklärten die Beamten.

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Die in etlichen Kleinstgruppen agierenden sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik nicht an. Sie gehen davon aus, dass das Deutsche Reich in den Grenzen von 1937 noch existiert. Einige Anhänger vertreten rechtsextreme Positionen. Im Oktober erschoss ein Anhänger in Bayern einen Polizisten, seitdem rückte die Gruppierung verstärkt ins Visier der Sicherheitsbehörden.

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