Hünxe: Feuerwehr glückt Einsatz bei Waldbrand

Feuer in Bruckhausen : Waldbrand: Feuerwehr glückt Einsatz

Zusammen mit Einsatzkräften aus Voerde und Dinslaken löschen Feuerwehrleute aus Hünxe einen Brand in schwer zugänglichem Terrain. Die nächstgelegene Wasserstelle um die Fahrzeuge zu betanken war etwa 1000 Meter weit entfernt, was den Löschvorgang erschwerte.

Viel Zufall und eine Menge Portion Glück fiel den Feuerwehrleuten aus Hünxe bei einem Brandeinsatz in Bruckhausen in der Nähe des Modellflughafens Bucholtwelmen in die Hände. Die Einsatzkräfte des Löschzugs löschten am Mmittwoch gemeinsam mit Kollegen aus Voerde und Dinslaken unter großem logistischem Aufwand über mehrere Stunden einen Waldbrand fernab jeglicher Wasserstellen und konnten so ein Übergreifen auf weitere Waldgebiete verhindern. Gegen 13.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle und die Gefahr bereinigt. Zuvor loderte eine Fläche von etwa 800 Quadratmetern.

Das Feuer bemerkt hatte die Polizei. Sie überflog mit einem Hubschrauber aus Düsseldorf wegen eines anderen Einsatzes das Gebiet, als sie die schwarzen Rauchwolken bemerkte. Sie alarmierte per Funk um 10.24 Uhr die Polizei-Leitstelle in Wesel, die den Brand umgehend der Feuerwehr-Leitstelle meldete, berichtet eine Sprecherin der Kreispolizei in Wesel.

Als erster am Einsatzort war der Voerder Löschzug Friedrichsfeld, der zuvor wegen eines Fehlalarms in der Nähe ausgerückt war, und so schnell Maßnahmen ergreifen konnte. „Das war für uns sehr glücklich und enorm wichtig. Die Kollegen leisteten dadurch wichtige Erstarbeit“, sagte der Pressesprecher der Hünxer Feuerwehr, Markus Joosten. Der Voerder Löschzug war es auch, der schließlich die Hünxer Wehr um 10.52 Uhr alarmierte und den wichtigen Hinweis gab, dass in dem schwer zugänglichen Gebiet zwischen Bruchweg und Sternweg – die Straße ist nicht asphaltiert und die Wiese mit einem dreifachen Elektrozaun zum Wald abgegrenzt  –  Wasserstellen gänzlich fehlen.

Fahrzeug „Florian Hünxe 1“. Foto: Markus joosten

Die Hünxer Feuerwehrleute planten noch während der Anfahrt die weitere Brandbekämpfung. Der Einsatzleiter entschied sich für einen sogenannten „Pendelverkehr“. Während ein Löschfahrzeug ausschließlich zur Brandbekämpfung eingesetzt wird, wird es abwechselnd von anderen Fahrzeugen mit Frischwasser vollgepumpt. Diese pendeln regelmäßig im Wechsel zum nächst gelegenen Hydranten, um dort Wasser aufzunehmen.

Um diesen Plan in die Tat umzusetzen, wurde aus Dinslaken ein weiteres Fahrzeug angefordert. „Wir hatten dann für den Pendelverkehr zwei Fahrzeuge mit 4000 Liter und 2900 Liter Wasserkapazität. Damit konnte der Löschbetrieb aufrechterhalten werden“, sagt Pressesprecher Joosten, der eines der Fahrzeuge selbst steuerte. Zwischen Hydranten und Einsatzort war eine Entfernung von etwa 1000 Meter zu überbrücken.

Das Löschverfahren des „Pendelverkehrs“ ist eine zuletzt häufiger angewendete Methode, da aufgrund der Trockenheit immer öfter Felder und Wälder an entlegenen Orten in Brand geraten. „Man kann auch Schlauchverbindungen legen. Das geht bis zu drei Kilometer“, erklärt Joosten. Doch das brauche zusätzliche Pumpen und Techniker, die dann beim Löschen des Brandes gefehlt hätten. „Außerdem ist durch das Verfahren mit einem nicht unerheblichen Wasserdruckverlust zu rechnen“, sagt Joosten. Das führt zum Beispiel zu einem weniger starken Wasserstrahl und geringerer Reichweite.

Foto: Markus joosten/Markus Joosten
Die Bäume standen in Flammen. Foto: Markus joosten/Markus Joosten

Die Feuerwehren waren Mittwoch mit etwa 30 Männern und Frauen im Einsatz. Letztlich ist der Brand glimpflich verlaufen, zwischenzeitlich war der Brand aber außer Kontrolle. Über das Ausbrechen des Feuers kann die Wehr keine Angaben machen. Joosten erinnert daran, dass derzeit Gehwege in Wäldern im Kreis Wesel nicht verlassen werden dürfen und schon ein kleiner Funke, beispielsweise von Zigaretten, für einen Großbrand ausreicht.

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