Homesens: Gespräche mit der Steckdose

Unternehmen kümmert sich um das digitale Zuhause : Homesens: Gespräche mit der Steckdose

Die intelligente Vernetzung der Technik im Eigenheim hat sich die Firma Homesens aus Dinslaken zur Aufgabe gemacht. Das Start-Up von Olga Hannert, Almir Hodzic und Bahadir Lacin bietet alles rund ums Thema Smarthome.

Wer den Showroom der Firma Homesens an der Otto-Lilienthal-Straße betritt, kommt erstmal in ein modern eingerichtetes Loft. Der Blick ist frei auf Küche, Wohnzimmer und Eßbereich mit ausgesuchten Möbeln und modernem Ambiente. Nur zwei Dinge sind hier anders, als man sie in einer normalen Wohnung erwarten würde: Zum einen führen die Fenster ins Nichts, zum anderen finden sich an den Wänden durchsichtige Würfel, an deren Vorderseiten Steckdosen und verschiedene Schalter angebracht sind. „Wir wollten den Kunden ermöglichen, die Technik hinter unseren Produkten zu sehen“, erklärt Bahadir Lacin. Gemeinsam mit Olga Hannert und Almir Hodzic hat er die Firma Homesens gegründet. Die Idee dazu entstand vor ziemlich genau einem Jahr und mit Dinslaken haben sich die zwei gebürtigen Walsumer und die Voerderin für einen Standort zwischen ihren Heimatgemeinden entschieden.

Licht an oder aus, Steckdosen aktiv? Über ein Tablet kann jeder einzelne Raum gesteuert werden. Foto: Martin Büttner

In eine frühere Lagerhalle haben sie ihre Büroräume und den großen Showroom bauen lassen. Und letzterer hat sich technisch wirklich in sich, wie Bahadir Lacin demonstriert. Die durchsichtigen Würfel an den Wänden zeigen das Herzstück der Smarthome-Technik: Unterputzaktoren. Diese können sowohl hinter schon bestehende Lichtschalter und Steckdosen installiert werden, als natürlich auch bei einem Neubau angebracht werden. „Die ermöglichen es uns, mit der Steckdose zu sprechen“, sagt Bahadir Lacin. Natürlich nur im übertragenen Sinne. Mit den kleinen technischen Geräten lassen sich verschiedene Abteilungen der Haustechnik intelligent vernetzen. Ein Beispiel: Öffnet man ein Fenster, registriert ein Sensor diese Aktion, fährt die motorisierten Rolläden hoch und regelt den Heizkörper unter dem Fenster herunter, dessen Heizkraft in dem Moment nicht gebraucht wird.

„Es geht bei Smarthomes viel um Bequemlichkeit, aber auch um Sicherheit“, erklärt Bahadir Lacin. So lässt sich mit den vernetzten Geräten, Steckdosen und Lichterschaltern perfekt die eigene Anwesenheit simulieren, indem alles automatisch an- oder ausgeschaltet wird, während man selbst im Urlaub ist. Oder Feuchtigkeitssensoren registrieren, sobald Nässe auftaucht, wo sie eigentlich nicht hingehört und drehen die Wasserversorgung für einzelne Räume oder das ganze Haus ab, während der Hauseigentümer eine Nachricht auf sein Smartphone erhält. „Man muss sich auch nicht mehr fragen, ob man das Bügeleisen angelassen oder den Herd ausgemacht hat. Man kann einfach nachschauen, ob noch Strom verbraucht wird und die entsprechende Steckdose mit dem Handy abschalten“, erklärt Bahadir Lacin.

Oft macht die intelligente Haustechnik aber auch einfach nur Spaß. Etwa, wenn man im Wohnzimmer sitzend mit einer Handgeste vor einem als Bilderrahmen getarnten Sensor eine Handgeste macht, und damit die Beleuchtung im Zimmer an- und ausschaltet, die Lichtstimmung einstellt oder den Fernseher anmacht. Diese „Szenen“ lassen sich ebenfalls programmieren und dann mit einem druck auf einen Knopf auslösen, den man überall anbringen kann. Die moderne Technik macht es möglich. Geeignet sind die technischen Lösungen dabei nicht nur für Menschen, die gerade neu bauen. „Man kann das auch in Mietwohnungen einbauen, wenn man möchte“, sagt Bahadir Lacin. Aber natürlich gibt es mehr Anwendungsmöglichkeiten für die Technik, wenn jemand gerade ein Gebäude komplett renoviert oder neu baut.

Das Trio von Homesens kümmert sich dabei um die intelligente Vernetzung der Haustechnik und die Kundenberatung. Den Einbau übernehmen qualifizierte Fachfirmen. So kann am Ende jede Wohnung und jedes Haus zu einem smarteren Zuhause werden.

Mehr von RP ONLINE