Dinslaken: Holz-Laster sollen Anwohner nicht stören

Dinslaken : Holz-Laster sollen Anwohner nicht stören

Das Material für das Energiezentrum der Stadtwerke wird über die Otto-Brenner-Straße angeliefert.

In vier Jahren soll das Holz-Energiezentrum in Betrieb gehen, dann soll an der Thyssenstraße Strom und Wärme erzeugt werden. Annähernd CO2-neutral, wie die Verantwortlichen bei der Vorstellung des Projekts im vergangen Herbst, aber auch beim Jahrespressegespräch Mitte Februar erklärten. Wenn das Vorhaben, in das die Stadtwerke rund 100 Millionen Euro investieren, realisiert sei, könne man langfristig den Strom- und Wärmebedarf der Stadt autark und nachhaltig decken. Bei der Planung stützen sich die Verantwortlichen auf die Erfahrungen aus dem Betrieb der Holzheizkraftwerke in Dinslaken, Hückelhoven und Moers. Das hört sich gut an, doch dem einen oder anderen ist die Menge Holz, die dafür an der Thyssenstraße verbrannt werden muss, ein Dorn im Auge. Viele Lkw würden benötigt, um die Mengen anzuliefern. Wie die Stadtwerke in einer Broschüre zum Holz-Energiezentrum schreiben, zähle zu den Vorteilen des Standortes die Nähe zur A 59. Die Laster werden die Abfahrt Hiesfeld nehmen, über die B 8 fahren und dann links in die Otto-Brenner-Straße einbiegen. Dort heißt es auch, dass der Anlieferverkehr für die meisten Dinslakener unbemerkt bleiben würde. In selteneren Fällen würden die Laster über die A3 kommen, die Abfahrt Dinslaken Süd nehmen und über die Brinkstraße zur Otto-Brenner-Straße gelangen.

Berechnet ist, dass pro Jahr durchschnittlich 184. 000 Tonnen Holz verarbeitet werden. "Zur Versorgung der Anlage im Volllastbetrieb im Winter werden rund 25 Lkw-Lieferungen pro Tag benötigt", heißt es in der Broschüre. Diese Anlieferungen würden sich auf zwei bis vier Anfahrten pro Stunde verteilen. Nachts und an den Wochenenden erfolge keine Anlieferung. Geräuscharm werde die Abladung sein, da sie im Inneren der Anlage erfolgen werde.

Insgesamt sei nicht mit einer Lärmbelästigung zu rechnen, da das Energiezentrum komplett eingehaust sei. Die wesentlichen Arbeitsvorgänge finden im Inneren statt. In der Anlage an der Thyssenstraße werden Hölzer zur Strom- und Wärmegewinnung eingesetzt, die nicht ohne weiteres anderweitig wiederverwendbar wären. Das Holz werde zuvor zerkleinert und in mehreren Sortierphasen werden Plastikbau- oder Metallteile getrennt.

(mt)